Trainingslager an der Wümme

Hannover 96: Trainer Jan Zimmermann erinnert sich an erfolgreiche Spiele in Rotenburg

Jan Zimmermann steht nach der ersten Trainingseinheit im Ahe-Stadion an der Bande.
+
Jan Zimmermann steht nach der ersten Trainingseinheit im Ahe-Stadion Rede und Antwort. Er ist erst seit wenigen Tagen der neue Coach des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 und hatte zuvor den TSV Havelse in die dritte Liga geführt.

Unter ihrem neuen Coach Jan Zimmermann befinden sich die Zweitliga-Fußballer von Hannover 96 seit Montag in Rotenburg im Trainingslager. Der Trainer kann sich noch gut an seine Erfahrungen im Ahe-Stadion erinnern.

Rotenburg – Vielleicht hat auch der Blick zurück ein wenig dazu beigetragen, dass Fußball-Zweitligist Hannover 96 seit Montag sein Trainingslager in Rotenburg absolviert. Der neue Trainer Jan Zimmermann, dem vor wenigen Tagen noch der Drittliga-Aufstieg mit dem TSV Havelse gelang, war schließlich vor einiger Zeit „Stammgast“ im Ahe-Stadion – ein erfolgreicher obendrein. „Ein paar Tore habe ich hier auch geschossen“, sagt er selbst. Ein gutes Omen womöglich für den 41-Jährigen und die Leinestädter – ein Zurück in die Zukunft.

Ich fand ihn mit seinem Auftreten total gut. Und der Erfolg auch mit Havelse gibt ihm ja Recht. Ihm gönnt und wünscht man es, dass er es in Hannover packt.

Tim Ebersbach über seine Begegnungen mit Jan Zimmermann

Drei Siege, ein Unentschieden – so lautet Zimmermanns exakte Bilanz in Rotenburg. Als Trainer des damaligen Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder wohlgemerkt. Mit dem Verein aus Barsinghausen traf er in der Saison 2012/2013 auf den Rotenburger SV. Im Ahe-Stadion gab es am 24. April 2013 nach 1:3-Rückstand einen 5:3-Sieg für Zimmermann, der als Spielertrainer den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3 erzielte. Tim Ebersbach, aktueller RSV-Trainer und wie sein jetziger Co-Trainer Christoph Drewes sowie seine Routiniers Tobias Kirschke und Björn Mickelat damals dabei, meint rückblickend: „Ich fand ihn mit seinem Auftreten total gut. Und der Erfolg auch mit Havelse gibt ihm ja Recht. Ihm gönnt und wünscht man es, dass er es in Hannover packt.“

Acht Jahre ist es her: Jan Zimmermann, damals Spielertrainer des 1. FC Germania Egestorf/Langreder, sitzt nach seiner Auswechslung auf dem Handlauf der Bande im Ahe-Stadion. In der zehnten Minute hatte er das 1:0-Siegtor gegen den Rotenburger SV erzielt.

An eine Szene erinnert sich Ebersbach noch besonders – an Zimmermanns 1:0-Siegtreffer in der Folgesaison am 18. August 2013. „Aus 25 Metern in den Knick!“ Im Spielbericht unserer Zeitung hieß es damals: „Dabei resultierte der am Ende schmeichelhafte 1:0 (1:0)-Sieg im Ahe-Stadion des Rotenburger SV aus einer einzigen genialen Aktion ihres Spielertrainers Jan Zimmermann. Er traf per Sonntagsschuss in der zehnten Minute.“ Zimmermann hatte sich „mit einem Doppelpass zuvor jeglicher Bewachung entzogen und zum Solo angesetzt“.

Weydandt und Rotenburg ‒ das war doch mal was ...

Auch im dritten Jahr in Folge – Zimmermann war inzwischen komplett in die Trainerrolle geschlüpft – nahm Egestorf die Punkte mit. Beim 4:2-Sieg am 12. April 2015 wechselte der Coach übrigens einen gewissen Hendrik Weydandt zur zweiten Halbzeit ein. Damals noch wenig auffällig, hat er mittlerweile 57 Zweitliga-Spiele für die 96er absolviert und 13 Tore geschossen. Damit nicht genug: Auch eines der Relegationsspiele zur Regionalliga bestritt Egestorf in Rotenburg – im Juni 2016 endete die Partie gegen den SV Eichede 2:2 – „und Weydandt hat noch die Rote Karte gesehen“, erzählt Zimmermann lachend. Genau genommen war es eine Ampelkarte, nachdem der Stürmer zuvor beide Tore erzielt hatte. Und trotz des Remis sollte der Coach am Ende mit seinem Team aufsteigen.

Das wird die nächsten Tage aber noch deutlich dynamischer.

Jan Zimmermann über den Auftakt des Trainingslagers

Relegation und Aufstieg – Zimmermann scheint es zu können. Ob es ihm auch mit Hannover 96 gelingt? In Rotenburg sollen zumindest die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. „Wir sind sehr gut aufgenommen worden im Hotel und die Rahmenbedingungen im Stadion sind wie erwartet und mir bekannt“, erklärt Zimmermann, dessen Spieler den Weg von ihrem Quartier, dem „Landhaus Wachtelhof“, zum Ahe-Stadion mit Mountainbikes zurücklegten. Auf dem Stadionplatz ließ Zimmermann nach einer langen Aufwärmphase und Passübungen auf Platz drei dann vorwiegend den Spielaufbau mit Dummys üben. „Unser Kerngebiet in den nächsten Tagen wird das Spiel mit dem Ball sein, um erst mal ein bisschen reinzukommen. Das wird die nächsten Tage aber noch deutlich dynamischer“, verspricht der neue Coach und meint: „Für alle Spieler ist meine Spielweise noch ein bisschen eine Umstellung.“

Training von Hannover 96 ist nicht-öffentlich

Mit einem Bus, zwei Bullis – jeweils in Schwarz und mit dem Hashtag #niemalsallein versehen – sowie 15 Kisten hatte sich der Tross von Hannover 96 am Montagvormittag auf den Weg Richtung Rotenburg gemacht. Bis zum Samstag hat der Zweitligist den kompletten Wachtelhof für sich gebucht und belegt damit alle 38 Zimmer. 28 Spieler hat Coach Jan Zimmermann mitgenommen – darunter zum Beispiel der frühere Nationalkeeper Ron-Robert Zieler (zurück vom 1. FC Köln), Hendrik Weydandt, Linton Maina, Marvin Ducksch und Rückkehrer Sebastian Ernst (zuletzt Greuther Fürth). Bis einschließlich Freitag ist Hannover 96 zu Gast im Ahe-Stadion auf den Plätzen zwei und drei. „Die Einheiten finden aus Hygiene- und Sicherheitsgründen nicht-öffentlich statt“, teilt der Verein mit.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

36-jähriger Güven Ayik hält sein Versprechen – Rückkehr zum RSV

36-jähriger Güven Ayik hält sein Versprechen – Rückkehr zum RSV

36-jähriger Güven Ayik hält sein Versprechen – Rückkehr zum RSV
Radrenn-Crack Schröder fährt bei DM auf Platz acht

Radrenn-Crack Schröder fährt bei DM auf Platz acht

Radrenn-Crack Schröder fährt bei DM auf Platz acht
Rubarth springt zweimal zum Sieg

Rubarth springt zweimal zum Sieg

Rubarth springt zweimal zum Sieg
Rotenburger Daniel Baden ist Deutscher Vizemeister im Bodybuilding

Rotenburger Daniel Baden ist Deutscher Vizemeister im Bodybuilding

Rotenburger Daniel Baden ist Deutscher Vizemeister im Bodybuilding

Kommentare