Trainingslager in Rotenburg

Sven Stelter ‒ Stadion-DJ von Hannover 96 kommt ausgerechnet aus Rotenburg

Sven Stelter im Ahe-Stadion – im Rücken des Stadion-DJs trainieren die Zweitliga-Fußballer von Hannover 96.
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Sven Stelter im Ahe-Stadion – im Rücken des Stadion-DJs trainieren die Zweitliga-Fußballer von Hannover 96.

Eigentlich fährt Sven Stelter ja regelmäßig zu Hannover 96 ‒ beim Zweitligisten ist er der Stadion-DJ. Doch aktuell kommen die Leinestädter quasi zu ihm, nach Rotenburg. Dort absolvieren sie ihr Trainingslager.

Rotenburg – Als Sportlicher Leiter für den Jugend-Breitensportbereich beim Rotenburger SV und Trainer der Bambini-Fußballer ist er ohnehin fast jeden Tag auf der Anlage. Da ist es für Sven Stelter eine Selbstverständlichkeit, dass er im Ahe-Stadion mal eben kurz Hallo bei Hannover 96 sagt. „Das ist so ein bisschen, wie zu Freunden zu kommen“, meint der 48-Jährige. Schließlich ist er dem Fußball-Zweitligisten, der sein Trainingslager an der Wümme abhält, seit 2003 eng verbunden. Der Rotenburger, der im Hauptberuf bei Airbus in Hamburg arbeitet, ist seit 18 Jahren Stadion-DJ bei den Heimspielen.

In der vergangenen Saison hielten sich die Fahrten in die HDI Arena für ihn aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie jedoch arg in Grenzen. „Es waren ja nur die drei, vier Spiele mit Zuschauern. Ich glaube, gegen Braunschweig war mein letztes Spiel.“ Und das war vor neun Monaten. „Wenn keine Fans da sind, brauche ich nicht zu kommen“, erklärt der Stimmungsmacher. „Die Musik für die Mannschaften kann auch jemand anderes machen.“ Bisher ist auch noch nicht ganz geklärt, ob er nächste Saison wieder in der Landeshauptstadt einheizen wird. „Ich bin da aber total entspannt und glaube sowieso nicht, dass die Stadien vor September wieder voll sein werden“, sagt der Familienvater, der den Job einst von seinem Kumpel Stefan Wenck „geerbt“ hat.

Hannover 96 ‒ „eine geile Werbung für Rotenburg“

Trotz der langen Pause ist der Kontakt zu Hannover 96 nicht abgerissen. Dass die Leinestädter ausgerechnet die Kreisstadt für das Trainingslager ausgewählt hat, bewertet Stelter als „geile Werbung für Rotenburg“. Und das, obwohl er unmittelbar davon betroffen ist. Da tagsüber zwei Plätze von den Profis fest belegt sind, müssen die Jugendteams nachmittags enger zusammenrücken. „Natürlich sind wir dadurch etwas eingeschränkter im Trainingsbereich der Jugend“, weiß der Breitensport-Leiter, der selbst 40 Bambini-Kids zusammen mit Keno Frenz betreut („Tendenz steigend“). Er betont aber: „Da musst du mal ein paar Tage mit leben, dass du nur eine Platzhälfte kriegst. Das finde ich überhaupt nicht schlimm.“ Er freut sich jedenfalls auf „die stärkste zweite Liga, die es bisher gab“ und ist gespannt, wo sich Hannover 96 einreihen wird. „Der Gejagte bist du jetzt jedenfalls nicht mehr. 96 ist eher der Underdog – das kann durchaus ein Vorteil sein“, findet Sven Stelter.

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