„Nicht machbar, alle Partien nachzuholen“

Handballer müssen fünfwöchige Zwangspause einlegen - wird es Absteiger geben?

Auch das noch! Das Coronavirus stoppt die geplante Aufholjagd der abstiegsbedrohten Rotenburger Handballer – hier mit Lukas Misere. Foto: Freese
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Auch das noch! Das Coronavirus stoppt die geplante Aufholjagd der abstiegsbedrohten Rotenburger Handballer – hier mit Lukas Misere.

Rotenburg - Bernd Meyer kam kaum hinterher, die ganzen Nachrichten auf seinem Handy zu lesen. „Hier geht es gerade drunter und drüber“, berichtet der Handball-Abteilungsleiter des TuS Rotenburg, nachdem am späten Donnerstagsnachmittag der Handballverband Niedersachsen (HVN) seine Vereine darüber informiert hat, den Spielbetrieb wegen des Coronavirus bis einschließlich zum 19. April komplett auszusetzen. Das bedeutet unter anderem, dass das in Scheeßel angesetzte Heimspiel der Oberliga-Herren gegen den HC Bremen am Samstagabend ausfällt.

Die Folgen sind bisher nicht absehbar. „Ich wage da kaum, eine Vermutung abzugeben“, erklärt Meyer. Sein Mitstreiter im Vorstand, der stellvertretende Spielwart Dennis Meyer, will sich ebenfalls an keinen Spekulationen beteiligen. Nur eines scheint für ihn sicher: „Zeitlich gesehen ist es nicht machbar, alle Partien in der regulären Spielzeit nachzuholen.“ Die endet schließlich am 2. Mai.

Gleich fünf Partien müssten die auf einem Abstiegsplatz rangierenden Rotenburger nachholen – wenn der Verband nicht noch zu einer anderen Lösung kommt. Die könnte so aussehen, dass die aktuelle Tabelle eingefroren wird und dadurch die Auf- und Absteiger bestimmt werden – oder aber, dass es keine Absteiger gibt und die Liga nächste Saison aufgestockt wird.

Von Letzterem geht der Vereinsvorsitzende Rolf Ludwig aus. „Damit würden wir in der Liga bleiben – das geht rechtlich gar nicht anders“, ist er überzeugt. Er teilte auch mit, dass der gesamte TuS Rotenburg ab sofort den kompletten Trainingsbetrieb einstelle.

„Ich war ein bisschen sprachlos“, kommentiert Lukas Misere, Linksaußen des Oberligisten die fünfwöchige Saisonunterbrechung. Er halte es allerdings für richtig, die Spielzeit zum jetzigen Zeitpunkt auszusetzen. „Aber du kannst die Spiele doch nicht alle hinten ranhängen.“ Misere hatte sich bereits darüber gewundert, dass vor der Partie am Mittwochabend bei der SG VTB/Altjührden keine Absage erfolgt sei. „Ich hätte viel früher damit gerechnet, aber als nichts kam, haben wir das halt so hingenommen.“

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