Ausnahme für Jugend-Oberligen

Handball-Verband beschließt Pause bis Ende des Jahres

Spieler des TuS Rotenburg geht mit Ball in der rechten Hand durch die Halle.
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Ohne Vorbereitung vor einem möglichen Restart? Das wollen die Handballer des TuS Rotenburg möglichst vermeiden und prüfen die Umsetzbarkeit von Trainingseinheiten unter 2G-plus-Bedingungen.

Der Handball-Verband setzt den Spielbetrieb bis Jahresende aus. Jedoch mit mehreren Ausnahmen - unter anderem für die C-Jugend des JH Wümme.

Rotenburg – Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) hat sich entschieden, „den Spielbetrieb in der Saison 2021/22 aufgrund der aktuellen Pandemielage mit sofortiger Wirkung zu unterbrechen“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Bis Ende des Jahres gilt diese Anordnung zunächst einmal. Allerdings nicht für alle. Denn: „Nur in den Oberligen der weiblichen und männlichen B- sowie C-Jugend wird an diesem und am nächsten Wochenende weitergespielt“, heißt es dort weiter. „Warum?“ ist da wohl die Frage, die sich nicht nur Johann Knodel stellt.

Der Teammanager der Oberliga-Herren des TuS Rotenburg meint: „Entweder Vollgas oder Vollbremse.“ Der HVN hat sich für keines der beiden entschieden und ist dem „eindeutigen Votum“ der beteiligten Vereinen gefolgt, sagt Olaf Bunge, Jugendspielwart des Verbandes, und begründet den Beschluss: „Aufgrund der Sichtungen, der Meldung zur Deutschen Meisterschaft sowie Auswahlmaßnahmen ist die Entscheidung in den Oberligen der B- und C-Jugend begründbar und sportlich nachvollziehbar.“

Somit geht es, im Gegensatz zum restlichen Jugendbereich, der wie bei den Herren bis Ende des Jahres ruht – in der A-Jugend sogar bis zum 31. Januar 2022 –, für die C-Junioren des JH Wümme also am Samstag (14.30 Uhr) in der Pestalozzihalle gegen den HC Bremen weiter. Während die Spieler von der 2G-plus-Regel ausgenommen sind, „müssen sich die Betreuer auch weiterhin testen lassen“, äußert Knodel noch einmal sein Unverständnis für die Entscheidung. Auch Chris-Ole Brandt, der gemeinsam mit Vater Udo Brandt das Trainer-Team bildet, „kann das so richtig nicht nachvollziehen“. Er freue sich aber für seine Jungs, für die es natürlich „ein Privileg“ sei. Das werde er ihnen „auch genau so sagen“. Vor jedem Training und Spiel wird er sich nun unter Aufsicht eines Vereinsverantwortlichen testen lassen. Aufgrund dieses Aufwandes sagt er aber auch: „Eine Einheit wird sicherlich wegfallen. Wir trainieren aktuell noch dreimal die Woche, dann werden es nur noch zwei sein.“

Auch die Herren wollen in der spielfreien Zeit den „Trainingsbetrieb aufrechterhalten“, die Umsetzbarkeit werde aber bislang noch geprüft, berichtet Rotenburgs Teammanager. Er stellt angesichts des „logistischen Aufwands“ mit den Testungen zwei konkrete Fragen: „Wer bezahlt die?“ Und: „Wer kontrolliert und beaufsichtigt das?“

Dass der Wunsch dennoch groß ist, dürfte auch daran liegen, dass der Handball-Verband „aufgrund der anvisierten kurzen Unterbrechung“ ausdrücklich in Person des Vizepräsidenten Spieltechnik Jens Schoof darauf hinweist: „Es wird in dieser Saison keine sechswöchige Vorbereitungszeit zum Restart geben.“ Heißt: Würde der Spielbetrieb Anfang Januar wieder aufgenommen werden und die Wümmestädter würden nicht weiterhin im Training sein, würde es einen Kaltstart mit all seinen möglichen Konsequenzen wie Verletzungen bedeuten. Und so wird es wohl nur ein bisschen Pause im Handball geben.

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