Mit Beckdorf trifft der Coach erstmals auf sein altes Team

Handball-Oberliga: TuS Rotenburg tritt beim SV Beckdorf an

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Gegen Bremervörde hatten Jens Behrens (am Ball) und seine Mitstreiter Probleme, sich vorne durchzusetzen. Fällt Rotenburg gegen Beckdorf im Angriffsspiel mehr ein?

Rotenburg - Erstes Wiedersehen mit dem „Ex“ in einem Punktspiel: Nach der 13:18-Heimniederlage gegen den TSV Bremervörde wartet in der Handball-Oberliga auf den TuS Rotenburg eine schwere Auswärtspartie. Die Mannen von Trainer Nils Muche müssen am Sonnabend (19.30 Uhr) beim SV Beckdorf antreten – und dort steht der ehemalige Rotenburger Coach Steffen Aevermann an der Seitenlinie.

Die Beckdorfer stehen allerdings etwas mehr unter Druck, verlief ihre Saison mit bisher 9:15 Punkten doch nicht ganz so wie erwartet. „Wir haben zu Saisonbeginn einige Punkte unglücklich verloren. Außerdem haben wir mit meinem Haupttorschützen Tobias Hesslein und mit Michael Schmidt zwei Langzeitverletzte“, erklärt Aevermann den augenblicklichen elften Tabellenplatz, der akute Abstiegsgefahr bedeutet. Insofern sind für ihn zwei Zähler gegen Rotenburg Pflicht. „Wir liegen nur vier Punkte auseinander. Es wird sicher eine enge Partie, aber ich gehe davon aus, dass die beiden Punkte in Beckdorf bleiben.“

Nach dem „dreckigen“ Spiel gegen den TSV Bremervörde will sich aber auch der Tabellenvierte TuS Rotenburg rehabilitieren. „Wir müssen die verlorenen Punkte ja irgendwie wieder gutmachen“, betont Linksaußen Lukas Misere, der den Würgeangriff des Bremervörders Adan Salkic gut überstanden hat. Trainer Nils Muche hofft, dass seine Spieler nach der knüppelharten Partie auch sonst keine Blessuren zurückbehalten haben. 

„Wir müssen einen Sahnetag erwischen"

„Beckdorf ist viel besser, als es der Tabellenstand aussagt. Die Spieler und Steffen Aevermann werden brennen. Außerdem haben sie immer lautstarke Unterstützung der Fans und zudem etliche erfahrene Spieler in ihren Reihen, die genau wissen, was zu tun ist. Wir müssen einen Sahnetag erwischen, um dort etwas zu reißen“, glaubt Muche.

Steffen Aevermann kennt die Rotenburger Spieler noch genau und kann sein Team taktisch dementsprechend einstellen. „Ich bin aber schon über zwei Jahre weg. Da ist das sicher kein Vorteil mehr für mich“, meint er. Die Rotenburger Abwehr sollte wiederum besonders auf die Beckdorfer Jonathan Klein und Markus Bowe aufpassen. Beide sind sehr torgefährlich. 

Klassenerhalt ist Ziel beider Teams

„Für meine Spieler ist es ein ganz normales Spiel. Ich glaube, sie haben bisher noch nie gegen Rotenburg gespielt. Ich freue mich allerdings darauf, einige Rotenburger Spieler wiederzusehen und werde der Mannschaft fair gratulieren, wenn sie bei uns gewinnen sollte. Aber das hoffe ich natürlich nicht“, sagt der Beckdorfer Coach.

Der TuS Rotenburg ist auswärts immer für eine Überraschung gut, gab es doch in dieser Saison schon zwei Siege und ein Unentschieden in fremder Halle. Vorrangiges Ziel beider Mannschaften bleibt der Klassenerhalt. „Wir peilen jetzt erst einmal einen einstelligen Tabellenplatz an. Vielleicht ist ja noch ein wenig mehr drin, wenn die verletzten Spieler zurückkommen. Die Saison ist noch ganz lang“, sagt Aevermann. - jho

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