Sottrum kündigt Jugend-Spielgemeinschaft mit Ottersberg auf / „Ist zu wenig gewesen“

Handball-Ehe wird geschieden

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2011 besiegelten Sottrums Norbert Kühnlein (l.) und Ottersbergs Thomas Cordes die Zusammenarbeit – nach drei Jahren wird sie beendet. ·

Sottrum - Von Matthias FreeseDiese Ehe hielt nicht lang: Nach nur drei Jahren gemeinsamen Zusammenlebens werden sich die Handballer des TV Sottrum und des TSV Ottersberg wieder trennen – die Spielgemeinschaft im Jugendbereich wird zum 31. Mai 2014 aufgelöst. Das bestätigte Norbert Kühnlein, Abteilungsleiter des TV Sottrum, der die „Scheidung“ beim bisherigen Partner und dem Handball-Verband Niedersachsen einreichte.

„Wir haben im Prinzip nur noch Sottrumer Kinder in der JSG. Aus meiner Sicht ist das zu wenig gewesen, was in Ottersberg gemacht worden ist. Da brauche ich dann keine Spielgemeinschaft zu machen“, erklärt Norbert Kühnlein die Gründe. In der Tat ist es so, dass bis auf eine Mini-Mannschaft sämtliche Teams allein mit Sottrumer Nachwuchsspielern bestückt sind. Insgesamt sind es nur noch fünf Mannschaften – neben zwei Mini-Teams noch eine weibliche D-Jugend sowie eine männliche D- und A-Jugend. „Die männliche B-Jugend haben wir im Sommer verloren, weil wir keinen Trainer bekommen haben. Die weibliche A-Jugend ebenfalls, weil sie letztes Jahr in der Landesliga verheizt wurde“, vermisste Kühnlein nicht nur hier das Engagement des Partners. Bei Gründung der JSG Ottersberg/Sottrum – damals noch als NSG (Nachwuchsspielgemeinschaft) – waren es übrigens acht Teams gewesen. „Damals hatten wir 100 Pässe, die umgeschrieben werden mussten. Jetzt haben wir noch 50, wenn es hochkommt“, so Sottrums Handball-Boss. Gerade den jüngsten Jahrgängen sollte das Hauptaugenmerk gelten, hieß es seinerzeit. Das scheint ganz offensichtlich nur eingeschränkt gelungen zu sein. Dennoch hält Thomas Cordes, der Verantwortliche des TSV Ottersberg und Vorsitzende der JSG, die jetzige „Entscheidung für völlig falsch. Ansonsten möchte ich da aber kein Statement zu abgeben“, bemerkt er.

Kühnlein bezeichnet die Zusammenarbeit hingegen im Nachhinein als verlorene Zeit und sagt: „Sicher gibt es auch gute Beispiele, wo es funktioniert. Ich werde in nächster Zeit aber keine Spielgemeinschaft mehr machen.“

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