Coach trainiert jetzt Jung-Profi Amelie Intert

Hameister – von Lauenbrück aus auf große Welttournee

Alexander Hameister begleitet neuerdings Amelie Intert bei sämtlichen Turnieren – auch außerhalb Europas.

Lauenbrück - Von Matthias Freese. In zwei Wochen geht es für die „Wilden Bullen“ wieder los. Auch Alexander Hameister ließ sich diese Woche pünktlich zum ersten gemeinsamen Training mit den Kollegen des SV Lauenbrück blicken – den Tennis-Herren 30 hält die Nummer eins die Treue. „Das wird sich auch nicht ändern. Egal, wo ich auf der Welt bin – in Lauenbrück bin ich heimisch“, betont der 32-Jährige. Allerdings könnten seine Auftritte künftig seltener werden – seit April begleitet er Jung-Profi Amelie Intert als hauptberuflicher Trainer auch bei ihren Reisen ins Ausland.

Als Tennis-Trainer verdient sich Hameister schon seit einigen Jahren seinen Lebensunterhalt – zuletzt beim SV Blankenese. Doch die Chance, die ihm die auf der Anlage des TC Rot-Weiß Wahlstedt beheimatete Tenniswerkstatt bietet, wollte er sich nicht entgehen lassen. „Das ist eine neue Riesenerfahrung. Ich kann dort ausschließlich unter Profibedingungen trainieren. Ich freue mich total, denn die Möglichkeiten in der Akademie sind unglaublich gut. Und ich kann als Trainer vieles lernen.“

Ziel der norddeutschen Talentschmiede im Landkreis Bad Segeberg ist es, Nachwuchshoffnungen bei ihrer „Klettertour“ in der Weltrangliste zu unterstützen. „Mit 18 Jahren endet die Verbandsförderung“, erklärt Hameister – da ist Wahlstedt das ideale Auffangbecken. Auch George von Massow, der schon für den TC Lilienthal aufschlug, treibt seine Karriere neuerdings im kleinen Städtchen in Schleswig-Holstein, 45 Autominuten nördlich von Hamburg gelegen, voran. Und schon ganz andere Namen schafften von hier aus den Sprung: Julia Görges, Angelique Kerber oder aber Mona Barthel – drei der aktuell besten deutschen Profis.

Alexander Hameister kümmert sich speziell um das Eigengewächs Amelie Intert, die aktuell Platz 809 in der Weltrangliste und Rang 83 im deutschen Ranking einnimmt. Ihr Mentor ist der schleswig-holsteinische Chef-Landestrainer Herbert Horst, der einst auch schon Michael Stich gefördert hat.

„Vor Ort bin ich für die Trainingssteuerung zuständig, und wenn sie Turniere spielt, bin ich dabei – nicht nur in Europa“, berichtet Hameister. In Australien bestritt die 19-jährige Amelie Intert vor wenigen Monaten drei ITF-Turniere, im schottischen Glasgow spielte sie ebenso wie zuletzt in Griechenland. „20 bis 25 Wochen im Jahr werde ich mit ihr auf Reisen sein“, schätzt der Lauenbrücker, der auch als Spieler sehr erfolgreich war, aber eben nicht den ganz großen Sprung ins Profigeschäft geschafft hat. „Jetzt darf ich es eben als Trainer erleben“, sagt er durchaus mit ein wenig Stolz.

Ständig unterwegs – für Hameister kein Problem. „Ich habe keine Familie, ich kann noch reisen.“ Und auch für seine Lebensgefährtin Jessica Homberg kein Problem – die ehemalige Bundesligaspielerin und amtierende norddeutsche Wintermeisterin mit dem THC Horn-Hamm („Sie trainiert manchmal bei uns in Lauenbrück mit“) hat dafür vollstes Verständnis. Die Kollegen bei den „Wilden Bullen“ in Lauenbrück sowieso – sie wissen, dass Alexander Hameister immer parat steht, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Er hat ihnen ja schließlich die Treue geschworen.

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