MEINE STRECKE Triathlet Olaf Precht läuft entlang Rotenburgs Grenzen

Halbmarathon durch die Kreisstadt

Olaf Precht läuft am liebsten einen Halbmarathon durch Rotenburg. Sein Weg führt durch zahlreiche Siedlungen.
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Olaf Precht läuft am liebsten einen Halbmarathon durch Rotenburg. Sein Weg führt durch zahlreiche Siedlungen.

Rotenburg – Für Olaf Precht fehlte im Sommer etwas: die Wettkämpfe. Seit 1998 macht er beim Finteler Triathlon mit und seit 17 Jahren beim Sottrumer Abendlauf. Während der Coronapandemie aber auf seine Laufeinheiten verzichten oder das Training zurückfahren? Auf keinen Fall. So macht sich der Rotenburger regelmäßig zum Halbmarathon quer durch die Kreisstadt auf und bereitet sich auf die nächsten Starts vor. „Wann auch immer die kommen.“

Precht könnte von seinem Haus am Grafeler Damm direkt Richtung Bullensee laufen und die Natur genießen. „Das ist schon ziemlich schön dort, gerade wenn man ins Moor reinläuft“, sagt der 48-Jährige. Allerdings stört ihn bei diesem Kurs etwas. „Eine Laufstrecke sollte abwechslungsreich sein und auch von oben gut aussehen. Da ich meine Läufe über die App ,Strava’ aufzeichne, schaue ich sie mir nach dem Lauf an und finde es reizvoll, wenn nicht nur ein Strich oder ein Kreis auf der Landkarte zu sehen ist.“

So ist ihm die Idee gekommen, durch Rotenburg zu laufen und die Stadtgrenzen grob abzurennen. „Dabei ist das frei interpretiert. Ich laufe nicht wirklich ganz außen rum, sondern eher innerhalb der Außengrenze“, so Precht. Von einer langweiligen Strecke entlang von Hauptstraßen ist sein Kurs übrigens weit entfernt.

Vom Weicheler Damm geht es für den Triathleten in Richtung Vor dem Glumm, weiter an den Berufsbildenden Schulen vorbei und den Schlossweg entlang der Jugendherberge. Nach kleinen Umwegen läuft Precht zwischen der Pestalozzihalle und der Bodo-Räke-Sporthalle durch und folgt dem Weg bis zur Wümme. Durch den Waldstreifen an der Ahe hindurch rennt er an der IGS und den Sportanlagen durch bis auf die Hoffeldstraße bis zum Bahnhof. Über die Brücke geht es mit kleinen Umwegen und der Zwischenstation Obi zum Weichelsee. Diesen umrundet Precht halb und läuft über die Fußgängerbrücke über den Zubringer zur Nordumgehung.

Wenige Minuten später geht es am jüdischen Friedhof vorbei auf den Adlerweg. Diesen rennt der Triatlet bis zum Ende durch und am Imkersfeld zurück. Die nächsten Eckpunkte des Laufs sind der Radweg in die Wümmewiesen, das Ronolulu und der Trampelpfad.

Dieser Weg führt wieder unter der Bahn durch und als Trail – also eine Piste abseits der asphaltierten Straßen – entlang über einen Nebenlauf der Wümme hinweg. Precht befindet sich nun außerhalb der Stadt und er macht sich wieder auf den Weg in den Ort. Im Mittelweg kommt er an und durchläuft wenig später den Wümmepark in der Harburger Straße. Über die Bahnstrecke Rotenburg/Visselhövede führt der Kurs über die Burfeindstraße zum Diakoniekrankenhaus.

Die Schlussphase ist eingeläutet und über Feldwege und die Wiedau gelangt der Läufer zum Stockforthsweg. Bei Grewe brechen die letzten Meter an. Einen Augenblick danach stecken 21 Kilometer in den Beinen, zwei Stunden sind vergangen und Precht ist wieder im Grafeler Damm angekommen. Dort nimmt er die Strecke auf dem Handy genau unter die Lupe.

Von Vincent Wuttke

Der Honig- und Wildbienenpfad (HoBee-WiBee-Trail) ist Teil des Halbmarathons.
Den Weichelsee umrundet Precht zur Hälfte.
Hindernisse wie dieser Bach warten.

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