2:0 – „Vissel“ bezwingt RSV II dank Beslenmis und Fischer

Halbe Kraft genügt Heidler-Elf

Dazwischen gesprungen: Rotenburgs Noah Jagusch (links) versucht, Visselhövedes Robert Posilek vom Ball zu trennen. Letztendlich schaffte es der RSV II aber nicht, den Gästen ein Bein zu stellen. Foto: Ludwig

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Nach knapp einer halben Stunde platzte Drilon Demaku der Kragen. „Junge, was ist los mit Dir? Warum spielst Du nicht den Ball? Was soll der Mist? Das war gar nichts“, schrie der Routinier des VfL Visselhövede lautstark in Richtung seines Mitspielers Yunes Parvizi. Sein Frust war nachvollziehbar, hatte der Spitzenreiter beim Rotenburger SV II eine sehr durchwachsene Leistung gezeigt. Am Ende lagen sich beim Team von Coach Thomas Heidler aber alle wieder in den Armen, schließlich gewannen die Gäste mit 2:0 (2:0). Ohne Niederlage geht es für den Tabellenführer der Fußball-Kreisliga damit in die Winterpause.

„Wir waren erschreckend schwach. Ich bin sehr froh, dass es gereicht hat. Nun können wir in die verdiente Pause gehen“, erklärte Heidler. Das Wort Aufstieg wollte er trotz des Vorsprungs von zwölf Zählern auf die punktgleichen Verfolger FSV Hesedorf/Nartum, SG Unterstedt und Bremervörder SC nicht in den Mund nehmen. „Da bleibe ich vorsichtig. Wir müssen erst einmal schauen, wie wir im neuen Jahr starten. Wenn es so erfolgreich weiterläuft, sollte aber hoffentlich nicht mehr viel schiefgehen“, so der Coach.

Es entwickelte sich zunächst ein müdes Derby. Der RSV II versuchte, möglichst tief zu verteidigen. Gefährliche Torraumszenen waren bei den Gastgebern nicht vorhanden. „Das war zu wenig. Wir hatten keinen Zugriff“, meinte Rotenburgs Spielertrainer Patrick Werna. Während die Heidestädter in der elften Minute mit Demakus Lattentreffer Pech hatten, durften sie kurz darauf jubeln. Nach einer Ecke von Marcel Fischer stand Ogur Beslenmis richtig – 1:0 (26.). Beim zweiten Treffer zeigten die Gäste, warum sie oben in der Tabelle stehen. Über Demaku und Parvizi landete der Ball bei Fischer. Der Angreifer ließ sich nicht lange bitten und traf zum 2:0 (35.). Die Vorentscheidung. „Das Tor war stark herausgespielt, ansonsten war das ein schlechtes Spiel“, fand Demaku.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich der RSV II zwar etwas griffiger, aber echte Chancen blieben Mangelware. „Wir sind unter der Woche immer in einer anderen Konstellation zusammen, so kann man sich nicht finden“, ärgerte sich Werna, der mit seiner Elf durch die Niederlage auf den ersten direkten Abstiegsplatz gerutscht ist.

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