Halatsch landet beim Botheler Crosslauf knapp hinter Silies / Doppelerfolg für Keno Frenz

Ganz schön schlammig

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rotenburg - Von Matthias Freese. Er hatte ihn in Sichtweite, doch die rund 150 Meter, die zwischen ihnen lagen, waren einfach nicht mehr aufzuholen. „Thomas ist echt stark“, meinte Niels Halatsch, Läufer sowie Langstrecken-Triathlet des TuS Rotenburg und wirkte keineswegs enttäuscht, dass er beim Advents-Crosslauf des TuS Bothel „nur“ Platz zwei über die 10000 Meter hinter Routinier Thomas Silies (LAV Zeven/39:32 Minuten) belegt hatte. Immerhin blieb Halatsch unter der 40-Minuten-Marke (39:54). „Super, geil“, rief ihm Vater und Coach Michael Halatsch gleich nach der Zielankunft zu.

131 Läufer hatten sich trotz des schwierigen Geläufs im Hemsbünder Hartwedel für einen Start über die insgesamt vier Distanzen entschieden. „Es ist ganz schön schlammig“, wusste auch Bothels Lauftreffleiterin Jutta Jänsch-Brandt. „Es war megahart. Aber wenn man das nicht gut findet, tut man sich das auch nicht an“, meinte Niels Halatsch. Der 27-Jährige selbst entschied sich übrigens wie Sieger Silies dazu, die Langstrecke mit Spikes zu absolvieren. Michael Halatsch verwies auf das Tempo der Spitzenläufer: „Sonst rutscht du hin und her und knickst ganz leicht um.“

Trotzdem gelang es Niels Halatsch nicht ganz, mit Silies Schritt zu halten. „Ich hatte eigentlich gedacht, ich könnte mit ihm mitgehen, aber das ging nur bis Kilometer 2,5, wo die Hügel anfingen“, musste er einsehen. Doch Halatsch ließ nie abreißen und hatte seinen 16 Jahre älteren Kontrahenten auf der kurvigen Strecke durch den Hartwedel immer wieder im Blick.

Die Zeit spricht jedenfalls für ihn – die Auszeit, die sportliche Auszeit, die er sich genommen hatte, tat Halatsch offensichtlich ganz gut. Nach dem Ironman in Zürich, den ich total versaut hatte, musste ich mal eine Pause machen.“

Keine Pause kennt indes Vereinskollege Keno Frenz. Das 15-jährige Lauf- und Triathlon-Talent absolvierte gleich zwei Strecken – und triumphierte jedes Mal unangefochten. Über die 2000 Meter der Schüler kam er nach 7:45 Minuten mit 29 Sekunden Vorsprung vor seinem zwei Jahre älteren Bruder Kjon als Sieger ins Ziel. Unmittelbar danach dominierte er auch die 5000 Meter vom Start weg und lief nach 20:46 Minuten ein. Bei den 1000 Meter war die Bothelerin Emily Peters in 4:09 Minuten am schnellsten von allen Startern.

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