Startelf-Comeback

Nach 27 Monaten: Björn Hakanssons Leidenszeit ist beendet

Wenn Björn Hakansson sich den Ball schnappt und zum Einwurf schreitet, dann wird dieser oft zur Flanke. „Ich habe nie Einwurftraining gemacht, aus irgendeinem Grund funktioniert das einfach“, sagt er.
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Wenn Björn Hakansson sich den Ball schnappt und zum Einwurf schreitet, dann wird dieser oft zur Flanke. „Ich habe nie Einwurftraining gemacht, aus irgendeinem Grund funktioniert das einfach“, sagt er.

Björn Hakansson ist einer der großen Hoffnungsträger des Rotenburger SV. Jetzt debütierte er beim Fußball-Oberligisten ‒ sein erstes Pflichtspiel von Beginn an seit 27 Monaten.

Rotenburg – Es ist eine gefühlte Ewigkeit her. 27 Monate stand Björn Hakansson nicht mehr in einem Pflichtspiel in der Startelf. Insofern war seine Premiere im Oberliga-Team des Rotenburger SV, beim 2:1-Pokalsieg vergangenen Samstag gegen den Klassenrivalen TB Uphusen, eine ganz spezielle Partie. „Man ist aufgeregt, als hätte man ewig, ewig kein Fußball gespielt. Und die ersten zehn Minuten waren auch schwierig“, gesteht der Linksverteidiger, der im Winter vom Regionalligisten FC Oberneuland kam. „Aber dann fühlte es sich super an.“

Im Fall des gebürtigen Rotenburgers, der als Jugendlicher vor elf Jahren den Verein Richtung Werder Bremen verließ, ist nicht allein die Corona-Pandemie an der langen Auszeit schuld. Im Mai 2019, damals noch beim Bremer SV in der höchsten Liga der Hansestadt spielend, hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Zur vergangenen Saison wechselte er nach Oberneuland, hatte es aufgrund der langen Pause jedoch schwer, sich in den Kader zu spielen, und kam so lediglich zu einem Kurzeinsatz im September gegen den VfL Wolfsburg II. Es folgte schließlich der Wechsel zurück in die Heimatstadt.

Bänderriss? „Ich bin da recht schmerzfrei“

Ein Bänderriss in der Vorbereitung hätte seine Premiere nun beinahe nach hinten verschoben, doch Hakansson gab rechtzeitig grünes Licht. „Ich bin da recht schmerzfrei“, meint er. Und Coach Tim Ebersbach sagt: „Ich habe gedacht, dass ich bei ihm noch die Handbremse anziehen muss, aber er wird von Einheit zu Einheit fitter.“ Der Außenverteidiger selbst schätzt: „Ich bin jetzt bei 80 bis 85 Prozent, die Fitness habe ich noch nicht komplett wieder aufgeholt. Ich war nach 70 Minuten auch ganz schön fertig.“ So erlöste ihn der Trainer und brachte Noel Lohmann.

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„Ich mag Björns Spielart, sein klares Spiel. Er hat ein gutes Timing dafür, wann er welchen Ball hinter die Kette schlagen muss. Und als Linksfuß hat er im Training richtig gute Standards geschossen“, erzählt Ebersbach. Nicht zu vergessen sind die Einwürfe des 23-Jährigen. Die haben eine Länge, dass sie oft wie eine gefährliche Flanke in den Strafraum segeln.

Coach Ebersbach steht auf Hakanssons Spielart

Dass er gegen Uphusen von Beginn an ran durfte, war für Hakansson vorher übrigens nicht klar. Der Trainer hatte im Abschlusstraining keine Andeutungen gemacht. „Und bei Tim habe ich das noch nicht raus“, sagt der angehende Versicherungskaufmann schmunzelnd.

Lucas Chwolka droht in Hagen auszufallen

Spiele gegen den FC Hagen/Uthlede sind zwar keine Derbys, aber trotzdem etwas Besonderes für den Rotenburger SV: Allein schon, weil mit Axel France ein ehemaliger Spieler dort kickt. Erst recht, nachdem der frühere RSV-Trainer Benjamin Duray im vergangenen Oktober beim Verein von der Blumenstraße eingestiegen ist. Dort bestreiten die beiden Clubs am Samstag (17.30 Uhr) nun auch ihr Oberliga-Auftaktspiel.

RSV-Coach Tim Ebersbach rechnet beim Blick auf die zumeist großgewachsenen Neuzugänge damit, dass Duray „das alte Heeslingen-Modell herausholt“. Sprich: „Viel von hinten diagonal raus und mit Stimmung auf den zweiten Ball gehen.“ Zumal bei dem kleinen Platz „jeder lange Ball gleich im Sechzehner ist“. Angesichts der Verstärkungen – unter anderem Timo Dressler, Luca Mittelstädt (beide FC Oberneuland) und Kian Hinte (U19 Werder Bremen) – schätzt Ebersbach Hagens Kader „deutlich stärker als im Vorjahr ein. Aber das ist unser ja auch.“ Neben dem längerfristigen Ausfall von Sämi van den Berg sind beim RSV Noel Lohmann (Knieschmerzen), Louis Kirmeier (Dehnung) und – besonders bitter – Stammkraft Lucas Chwolka (Verdacht auf Zerrung) angeschlagen. Christoph Drewes und Björn Mickelat sind wieder einsatzbereit.

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