Hochkarätige Verstärkung für die Oberliga

Björn Hakansson zieht es vom FC Oberneuland zurück zum Rotenburger SV

Nach seiner Zeit in der Hansestadt (hier im Trikot des Bremer SV) kehrt Björn Hakansson im neuen Jahr zu seinem Heimatverein, dem Rotenburger SV, zurück.
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Nach seiner Zeit in der Hansestadt (hier im Trikot des Bremer SV) kehrt Björn Hakansson im neuen Jahr zu seinem Heimatverein, dem Rotenburger SV, zurück.

Auch wenn die Saison derzeit wegen der Corona-Pandemie ruht, ist Fußball-Oberligist Rotenburger SV tätig ‒ und erfolgreich. Vom Regionalligisten FC Oberneuland verpflichtete der Aufsteiger jetzt mit Björn Hakansson ein Eigengewächs mit hochklassiger Erfahrung.

  • Björn Hakansson kehrt nach zehneinhalb Jahren zurück zum Rotenburger SV.
  • Der 23-Jährige hat schon in der Regionalliga gespielt.
  • Eigentlich ist er Linksverteidiger, kann aber auch ganz woanders spielen.

Rotenburg – Wenn die Phrase vom „verlorenen Sohn“ nicht so abgedroschen klingen würde – auf Björn Hakansson würde sie ideal passen. Zehneinhalb Jahre sind es mittlerweile her, dass er seinen Heimatverein, den Rotenburger SV, als Zwölfjähriger verlassen hat. Mit Beginn des neuen Jahres ist er wieder zurück an der Wümme. Der 23-jährige Linksverteidiger kommt vom Fußball-Regionalligisten FC Oberneuland zum Oberliga-Aufsteiger und erklärt gegenüber unserer Zeitung: „Für mich persönlich ist es das Beste.“

Beim RSV sind sie durchaus ein wenig stolz auf diese Verpflichtung: „Das ist eine immense Verstärkung, ein hochkarätiger Neuzugang. Er hilft uns ad hoc weiter“, ist Torsten Krieg-Hasch, der Sportliche Leiter, überzeugt und berichtet von guten Gesprächen. Es waren nicht die ersten, das ist auch klar. Schon in der Vergangenheit hatten die Rotenburger häufiger bei Hakansson angeklopft, bisher aber stets eine Absage erhalten. „Wir wollten ihn schon länger haben, aber es war immer ein ehrlicher Umgang miteinander“, bestätigt Krieg-Hasch.

Im Mai 2019 erlitt Hakansson einen Kreuzbandriss

Nach einem Kreuzbandriss, den sich der angehende Kaufmann für Versicherungen und Finanzen im Mai 2019 während seiner Zeit beim Bremer SV zugezogen hat, wollte er es noch einmal in der Regionalliga versuchen. Aufsteiger FC Oberneuland nahm ihn im Sommer unter Vertrag. Doch am Ende kam Hakansson lediglich gegen den VfL Wolfsburg II zu einem Kurzeinsatz. Kerem Sahan, Denis Nukic oder Jason Tomety-Hemazro verteidigten stattdessen auf seiner Position. „Nach fast anderthalb Jahren Pause fehlte mir die Spielpraxis. Und dann hatte sich die Mannschaft eingespielt, sodass ich nicht so viel Einsatzzeit bekommen habe, wie ich es mir erhofft hatte“, schildert Hakansson die Situation. Weil der Erfolg nicht da war, kam ihm auch der Spaß ein wenig abhanden. „Ich war dann nicht mehr 100 Prozent bei der Sache“, gesteht er. Hinzu kam seine Ausbildung, die für ihn in den Vordergrund rückte: „Meine Schwerpunkte hatten sich ein bisschen verlagert, ich habe Fußball nicht mehr an die erste Stelle gesetzt.“

Das wiederum spielte dem RSV in die Karten. „Das war unser Glück, dass er da die Spielpraxis nicht bekommen hat“, weiß Krieg-Hasch. Und Oberneulands Coach Kristian Arambasic berichtet: „Björn und ich haben uns darauf verständigt, dass er nach seinem Kreuzbandriss mehr Spielzeit benötigt und dieses bietet ihm der RSV im kommenden Jahr an. Ich gebe ihn sehr ungern ab, weil er nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich top zu uns passte, aber aktuell macht dieser Wechsel aus sportlicher Sicht einfach absolut Sinn.“ Die Bremer wollen Hakansson aber im Blick behalten: „Im Sommer schauen wir dann, wie sich alles für ihn und uns entwickelt. Der Weg zurück an den Vinnenweg ist definitiv möglich und auch mit den Verantwortlichen des Rotenburger SV offen abgesprochen“, betont Arambasic.

Zusage über den Sommer hinaus ‒ falls Oberneuland nicht wieder ruft

Krieg-Hasch geht allerdings davon aus, dass der Rückkehrer dem Oberliga-Aufsteiger noch länger zur Verfügung stehen wird. „Björn hat uns auch für die kommende Saison zugesagt – ligaunabhängig“, meint er. Es ist quasi eine Zusage mit Ausstiegsklausel für Oberneuland, wie auch Hakansson bestätigt.

Er geht dabei bewusst den Schritt zurück nach Rotenburg und betont: „Ich kann zu 100 Prozent wieder spielen. Was mir nur gefehlt hat, ist der Rhythmus, um auf hohem Niveau reinzukommen.“ Und er ergänzt: „Ich möchte an meine alte Form vor meiner Verletzung anknüpfen und wieder Spaß am Fußball haben.“ Das soll möglichst mit dem Klassenerhalt gelingen. „Und da kann ich meine Erfahrung einbringen“, weiß Hakansson, der schließlich aus seiner Zeit beim VfB Oldenburg etliche Regionalliga-Einsätze vorweisen kann.

Zur Person

Fünf Jahre in der Werder-Jugend ausgebildet

Im Sommer 2010 verließ Björn Hakansson im Alter von zwölf Jahren den Rotenburger SV, um in die Nachwuchsabteilung des Bundesligisten Werder Bremen zu wechseln. 2015 zog es ihn in die U 19 des JFV Nordwest, mit der er den Bundesligaaufstieg schaffte. Von dort aus gelang ihm der Sprung ins Regionalliga-Team des VfB Oldenburg (27 Einsätzen). Anfang 2018 ging es in die Bremenliga zum Bremer SV, bei dem er nach einem Kreuzbandriss im Mai 2019 zum Jahreswechsel ausschied. Beim Regionalliga-Aufsteiger FC Oberneuland wagte Hakansson im Sommer einen Neuanfang, doch kam er nur auf einen Einsatz. Der 23-Jährige ist Linksverteidiger, kann aber auch zentral oder offensiv spielen. maf

Auf welcher Position er dabei aufläuft, ist für den Linksfuß zweitrangig. „Meine primäre Position ist Linksverteidiger. Ich kann aber auch Innenverteidiger oder offensiv spielen. Bis zur U 16, U 17 war ich schließlich Stürmer – und gar nicht mal so unerfolgreich“, blickt der Bayern-München-Fan auf seine Zeit als Stammkraft in der Werder-Jugend zurück und meint erwartungsfroh: „Mal gucken, wo ich der Mannschaft am besten helfen kann.“

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