18-jähriger Debütant lässt die Routiniers vor mehr als 1.500 Zuschauern stehen

Härtel „bändigt“ den Eichenring

Scheeßel - Von Tobias Woelki. Er hat Nerven wie Drahtseile: Gerade 18 Jahre alt, fuhr Michael Härtel gestern beim internationalen Sandbahnrennen des MSC Eichenring Scheeßel allen davon und zeigt selbst Topfahrern wie Jörg Tebbe seine Hinterräder. Bis hinein ins Finale lieferten sich Tebbe und Härtel ein packendes Rennen – mit einem Happy End für den Youngster aus dem bayerischen Dingolfing. Härtel gewann in der Klasse der internationalen Solisten mit 25 Punkten das Rennen vor Tebbe (24) und Altmeister Bernd Diener (19).

„Ich bin das erste Mal in Scheeßel. In der Fahrerszene sagen viele, die Bahn hier sei schwer. Mir liegt sie aber! Ich finde die Bahn gut und ich freue mich natürlich über meinen Sieg“, bemerkte der strahlende Sieger nach seinem furiosen Debüt auf dem Eichenring. Und er merkte an: „Die Maschine ging gleich gut mit dem ersten Lauf, dank meines Motortuners Robert Barth, dem vierfachen Langbahn-Weltmeister.“

Auch Dietmar Hornig, Pressesprecher des MSC Scheeßel, sah sich bestätigt: „Das Fahrerfeld war gut und international besetzt. Bei der Besetzung haben wir bewusst darauf geachtet, dass wir Topfahrer und Fahrer mit weniger Erfahrung auf dem Eichenring fahren lassen, damit die auch einmal nach oben kommen. Michael Härtel war dabei unser Wunschkandidat. Jörg Tebbe galt als unser Mitfavoriten, weil er das Scheeßeler Rennen im vergangenen Jahr gewonnen hatte.“

Eckhard Koslowski, Vereinsvorsitzender des MSC Eichenring, wusste zu berichten, dass Härtel sogar erst kurz vor dem Mittag angereist war: „Er ist am Tag zuvor noch Speedway gefahren, ist in der Nacht zu uns gereist, ist drei Trainingsrunden gefahren und gewinnt dann das Rennen – das ist klasse.“ Zudem gelang ihm mit 127,2 Stundenkilometern auch noch die schnellste Runde.

Koslowski zählt mehr als 1 500 Zuschauer, die bei sommerlichen Temperaturen den Sport und die Staubwolken genossen. Und er fand: „Wir haben guten Motorsport gesehen. Dank des Bahndienstes war die Strecke stets hervorragend präpariert.“

In der Klasse der internationalen Seitenwagen ging der Sieg ins Nachbarland: Ex-Europameister William Matthijssen und „Co-Pilotin“ Sandra Molema aus den Niederlanden setzten sich mit 20 Punkten vor „Oldie“ Karl Keil und David Kersten (18) durch.

Sandbahnrennen auf dem Scheeßeler Eichenring

Überschattet wurde das Rennen übrigens durch die beiden Stürze von Stephan Katt und Kai Dorenkamp. Während es bei Katt glimpflich ausging, musste Dorenkamp ins Krankenhaus eingeliefert werden. Hornig: „Mit Ausnahme der beiden Stürze und der einen Stunde Zeitverzögerung ist das Rennen aber gut gelaufen. Wenn man auch sagen muss, dass die Bahn nach Aussage der Fahrer schwer zu fahren gewesen sei.“ Nun ja, dem jungen Sieger gefiel es so.

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