Junior Hurricanes vergeben Matchball gegen Neuss

Hähner glänzt – doch am Ende überwiegt der Frust

Mathilda Hähner (am Ball) war in der ersten Hälfte die auffälligste Spielerin der Hurricanes. Am Ende konnten aber auch ihre 20 Punkte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Der Frust war groß. Verdammt groß. Das wurde auch dadurch deutlich, dass sich Michelle Schischkov und Lotta Stach nach dem Spiel verkehrt herum auf die Bank setzten – mit dem Rücken zur Tribüne. Trainer Helge Eggers musste schon mehrmals zur Kabinenaussprache bitten, um Gehör zu finden. Als die Tür sich wieder öffnete, betonte er: „Es liegt nicht an einer Aktion, sondern an der Summe der Fehler.“ Im Play-down-Heimpiel der Nachwuchsbundesliga hatten die U 18-Basketballerinnen der Junior Hurricanes einen 14-Punkte-Vorsprung gegen die TG Neuss Junior Tigers hergeschenkt und mit 67:70 (42:32) verloren. Der Klassenerhalt muss also noch warten.

Mit einem Sieg hätten sich die Hurricanes vorzeitig für die nächste Bundesliga-Saison qualifiziert. „So haben wir uns in eine Situation gebracht, die schwer zu ertragen ist. Jetzt haben wir noch zwei Matchbälle“, weiß Eggers um den gestiegenen Druck. Im Heimspiel gegen die RheinStars Ladies Hürth oder aber im Rückspiel in Neuss muss ein Sieg her.

Der war bereits am Sonntag möglich, weil vor allem Mathilda Hähner eine überragende erste Halbzeit hinlegte und dort 14 ihrer 20 Punkte erzielte. Auch zu neun Rebounds kam sie. Mit einem Drei-Punkt-Spiel markierte Melda Tölle in der 13. Minute die höchste Führung – 31:17. „Aber das war zu leicht und war dann ständig im Kopf, dass wir so weitermachen können“, meinte Eggers. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, was seinem Team später mit zum Verhängnis werden sollte – die Foulprobleme, die gleich mehrere Leistungsträgerinnen betrafen. Für Genevive Wedemeyer war bereits in der 26. Minute Schluss. Ihr fünftes Foul fiel in die Phase, in der Neuss bereits dran war. Eggers sprach von „emotionalen Nackenschlägen“, kritisierte aber auch: „Bitter, wie schlecht wir in der Eins-gegen-eins-Verteidigung sind.“ Die starke Lana Spießbach warf die Gäste schließlich zur 55:54-Führung (34.). Die Hurricanes konterten noch einmal, lagen auch 110 Sekunden vor dem Ende durch Hähners Freiwürfe mit 67:63 vorne, erlaubten sich dann aber verhängnisvolle Fehler.

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