Westerholz schlägt Scheeßel trotz Rot gegen Geffken mit 4:1

Hädecke bleibt ohne Gegentor

Ali Kara (am Ball) kam bei Scheeßel als Joker im Angriff. Gebracht hat seine Einwechslung aber nichts mehr. Der Gast aus Westerholz (hier mit Luca Busch, l.) entschied das Derby klar für sich. - Foto: Woelki

Scheessel - Von Felix Meyer. Der Fußball-Kreisligist TuS Westerholz kann im Abstiegskampf durchatmen. Mit dem 4:1 (2:1)-Derbysieg beim SV Rot-Weiß Scheeßel vor rund 150 Zuschauern hat sich das Team von Coach Peter Ludwig mit nun sieben Zählern aus den vergangenen drei Spielen weiter von der Gefahrenzone abgesetzt. „Wir mussten aber auch gewinnen, denn alle anderen Mannschaften punkten auch“, wusste Ludwig um die Bedeutung des Erfolgs.

„Wir sind schwer ins Spiel gekommen, weil wir wieder viel umstellen mussten, aber dann wurde es immer besser“, erklärte Ludwig. Trotz der anfänglichen Druckphase von Scheeßel gingen die Westerholzer durch Nils Rathje in Führung (11.). Daraus entwickelte sich eine hitzige Anfangsphase und Jonas Teifel erzielte nach Vorlage von Benjamin Hensel den Ausgleich (13.). Doch die Gäste hatten gleich wieder eine Antwort parat – nur vier Minuten später war es Jan Ostenfeld, der die erneute Führung erzielte. Bis zur Pause erspielte sich die Schumacher-Elf noch ein paar Halbchancen. Matthias Miesner traf das Tor nicht (22.). Auch Wynton Kube war in seinem ersten Spiel nach überstandenem Kreuzbandriss und Rot-Sperre nicht erfolgreich (27.).

Nach der Pause ging es mit einem Aufreger los. Westerholz’ Keeper Finn Geffken sah die Rote Karte, nachdem er den Ball vertändelt und das Spielgerät außerhalb des Strafraums mit der Hand gespielt hatte (49.). „Der war doch noch im Strafraum“, fand sein Trainer. Fortan musste Außenverteidiger Jannes Hädecke ins Tor.

Auch danach versuchten es die Gastgeber weiter, kamen aber kaum zu Gelegenheiten. Einzig Florian Klee bekam eine Chance, als er einen Fehler von Jendrik Hädecke ausnutze, aber an dessen Zwillingsbruder zwischen den Pfosten scheiterte (63.). „Die spielen 40 Minuten mit einem Feldspieler im Tor und wir bekommen es nicht hin, die Bälle auf das Tor zu schießen“, war Scheeßels Trainer Sven Schumacher verärgert. Er musste auch noch mit ansehen, wie sein Torwart Sebastian Bretzke einen Elfmeter verschuldete, als er Marvin Bénet im Strafraum von den Beinen holte. „Er muss sich echt hinterfragen“, kritisierte Schumacher seinen Schlussmann. Dieser war nach Abpfiff ebenfalls sauer: „Es war ein Scheißtag“, haderte Bretzke. Den fälligen Elfmeter verwandelte Björn Banehr (67.). In der 84. Minute setzte Jan Ostenfeld noch einen drauf. „Torwart Katastrophe, Abwehr Katastrophe, Mittelfeld Katastrophe und Sturm Katastrophe“, stellte Schumacher seiner Mannschaft ein vernichtendes Urteil aus. „Es ist komisch. Letzte Woche haben wir noch so gut gespielt“, wunderte sich auch Scheeßels Kapitän Matthias Miesner. Ludwig war hingegen bester Laune: „Es war ein hochverdienter Sieg. Wir sind die erste Mannschaft, die Scheeßel in diesem Jahr geschlagen hat.“

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