Visselhövede geht im Aufsteiger-Duell mit Langwedel-Völkersen unter – 0:3 / Jager fehlt als Leitwolf

„So haben wir da nichts zu suchen“

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Bemüht nach der Einwechslung, aber nicht effektiv: Marcel Fischer (M.) kommt im Langwedeler „Kessel“ zum Schuss. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseVISSELHÖVEDE · Beim Ball der Aufsteiger demonstrierten nur die Gäste, warum sie in der Bezirksliga kicken: Aufgrund einer eindrucksvollen ersten Halbzeit feierte der FSV Langwedel-Völkersen gestern einen souveränen 3:0 (2:0)-Erfolg beim weiterhin punktlosen VfL Visselhövede. „Wir sind überhaupt noch nicht auf der Bezirksebene angekommen – und so haben wir da auch nichts zu suchen“, wählte Visselhövedes Coach Peter Norden gewohnt klare Worte.

Sascha Lindhorst, Trainer der Langwedeler, hatte da freilich ganz andere Laune. Ausgesprochen gute natürlich. „In der ersten Halbzeit haben wir bissig und geradlinig gespielt, das richtige Zweikampfverhalten gehabt – das war eine tolle Leistung“, betonte er. Einziger Kritikpunkt: Seine Elf hätte zur Pause deutlich höher führen können.

Die Gastgeber wirkten hinten völlig ungeordnet, das Mittelfeld versagte im Spielaufbau völlig und die Stürmer hatten ihren Namen nicht verdient. Auch Mariusz Szymanski, letzte Saison noch einer besten Kreisliga-Goalgetter, scheint in dieser Klasse an seine Grenzen zu stoßen. „Überfordert“, nannte es Norden gestern.

Wie es geht, zeigten die Liga-Neulinge aus Langwedel, die immer wieder gefährlich über die Flügel kamen und deren Offensivabteilung nie in den Griff zu bekommen war. Gedankenschneller als die Visselhöveder waren die Gäste auch beim Freistoß in der achten Minute: Christian Arndt legte schnell quer, Tino Heimbruch versenkte mit links in die untere linke Ecke – 1:0. „Keiner kommt aus der Mauer – das geht gar nicht“, haderte Norden. Gleich mehrfach hätte vor allem Heimbruch in der Folgezeit erhöhen können. Das tat dafür in der 36. Minute der bärenstarke Niklas Penczek – und zwar im Liegen, nach Zuspiel von Alexander Stockmann. Visselhövedes Abwehr? Sie ließ auch da Keeper Michel Brückner im Stich. Norden reagierte, holte noch vor der Pause Flügelspieler Luca Griech vom Feld – und der trottete stocksauer ohne abzuklatschen in die Kabine; deutlich hörbar durch das mehrfache Türknallen.

Nach der Pause gestaltete der Gastgeber vor knapp 100 Zuschauern die Partie immerhin ausgeglichen. Auch, weil Langwedel es jetzt ruhiger angehen ließ. Die besseren Möglichkeiten besaßen nun zwar die Heidestädter durch Thomas Heidler (52.), Marcel Fischer (64.) und Szymanski (68.), das Tor traf jedoch Langwedels Maurice Krüger in der Nachspielzeit nach Hereingabe von Janek Kamermann. Und Norden stellte fest: „Uns fehlt momentan ein Leitwolf“ – gemeint war der rotgesperrte Kai Jager.

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