Rotenburger SV kommt im NFV-Pokal in Drochtersen mit 1:5 unter die Räder

Haarsträubende Fehler in der Defensive eiskalt bestraft

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Früh drauf: Drilon Demaku (l.), Colin Heins (hinten) und Maximilian Schulwitz bearbeiten Drochtersens Jan Koch.

Drochtersen - Aus Drochtersen berichtet Matthias Freese.  Aus die Maus! Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung mit zum Teil eklatant auffälligen Schwächen in der Abwehr unterlag Fußball-Oberligist Rotenburger SV gestern Abend beim Liga-Konkurrenten SV Drochtersen-Assel mit 1:5 (0:1) und schied damit bereits in der ersten Runde des NFV-Pokals aus.

„Das war ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“, meinte Rotenburgs Trainer Benjamin Duray. Die Anfangsphase gehörte vor rund 200 Zuschauern im Kehdinger Stadion den Rotenburgern, und bereits in der siebten Minute hätte Sascha Schneider die Weichen auch frühzeitig in die richtige Richtung stellen können. Doch der Offensivmann, im taktischen 4-3-3-System als Außenstürmer aufgestellt, scheiterte nach einem Querpass von Drilon Demaku völlig freistehend und auch kläglich an Drochtersens Keeper Christoffer Schellin. „Solche Dinger musst du in der Liga machen“, schimpfte Duray.

Fortan wurde die Partie ausgeglichener, weil Drochtersen nun auch mehr für die Offensive tat. Doch richtig zwingende Aktionen sprangen noch nicht heraus. Bis zur 30. Minute, als Drochtersens Nico Mau von Daniel Gröne freigespielt wurde und den Ball zur 1:0-Führung für die Gastgeber versenkte. Vorausgegangen war eine verunglückte Kopfballabwehr von RSV-Kapitän Tim Ebersbach. Auch sein Innenverteidiger-Kollege Christoph Drewes konnte nicht mehr retten.

Das Gegentor nagte an den Nerven der Rotenburger, bei denen nun fast gar nichts mehr zusammenlief. Ballverluste, Querpässe, kaum noch gelungene Offensivaktionen – die Verunsicherung war den Gästen deutlich anzumerken. „Wir haben überhaupt keinen Fußball gespielt, waren viel zu nervös“, haderte Coach Duray bereits in der Pause.

Nach dem Wechsel gelang dem RSV zwar schnell der Ausgleich, als Neuzugang Maximilian Schulwitz nach einem Freistoß von Björn Mickelat aus spitzem Winkel traf (54.) – doch Auftrieb gab das Tor den Gästen nicht. Rotenburg leistete sich in der Defensive immer wieder haarsträubende Fehler, stolperte in der Abwehr von einer Verlegenheit in die nächste. Die Quittung: Mit einem feinen Heber über RSV-Keeper Henner Lohmann hinweg erzielte Danny Kühn nur 120 Sekunden später das 2:1. Drewes hatte zuvor nicht resolut genug gestört.

In der 60. Minute hinderte der gerade eingewechselte Jelle Röben Drochtersens Nico Matern nicht am Flanken – Kühn bedankte sich mit dem Treffer zum 3:1. Erneut Kühn durfte in der 74. Minute nach einem Querpass von Mau frei zum 4:1 einschieben. Und als Jan Koch (82.) nach einem völlig unnötigen Foul von Lohmann an Henry Sung den fälligen Elfmeter gar noch zum 5:1 versenkte, hatte das Debakel für den RSV seinen Lauf genommen. Durays Fazit: „Wir haben drei, vier Fehler zu viel gemacht. Daraus müssen wir schnell lernen.“

Rotenburger SV: Lohmann - Drewes, Ebersbach, Kiel, Mickelat (64. Malende), Kirschke (70. J. Heins), Demaku, C. Heins, Schulwitz, Schneider (60. Röben), France.

Schiedsrichter: Mario Bernhardt (Wienhausen).

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