Sinan Reiter will noch hoch hinaus

Guter Tipp von gutem Freund

Sinan Reiter erlebt beim TV Sottrum aktuell seine erste Saison als Feldspieler. Foto: Tréboute

Sottrum - Von Nicolas Tréboute. Ob er bei seiner Einwechslung in der 68. Minute daran geglaubt habe, dass noch etwas möglich sei? „Ganz ehrlich nicht. Es war ein komisches Gefühl, zu diesem Zeitpunkt reinzukommen“, gesteht Sinan Reiter. Doch mit dieser Einschätzung hatte der Neuzugang des Fußball-Bezirksligisten TV Sottrum seine eigenen Fähigkeiten offenbar unterschätzt. Beim 4:4 gegen den 1. FC Rot-Weiß-Achim, den Club bei dem er im vergangenen Jahr noch das Tor gehütet hatte, brauchte der Joker nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen und sorgte per Dreierpack (73./80./90.+3) für einen Sottrumer Punkt der Moral.

Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie Reiter, der aufgrund beruflicher Gründe in der vergangenen Woche nicht trainieren konnte, zu seinem dritten Treffer kam. Denn als Schiedsrichter Benjamin Lindner (SV Altencelle) beim Stand von 3:4 in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einem Foul an Patrick Brillowski auf den Punkt zeigte, schien sich keiner der Sottrumer sonderlich darum zu reißen, den Strafstoß auszuführen. „Ich habe mich zu dem Thema schon vor ein paar Wochen schlau gemacht. Unser Trainer Daniel Mathies hat damals zu mir gesagt, dass ich Glück habe, dass in Sottrum nicht gerne Elfer geschossen werden“, erinnert sich Reiter.

So wanderte die Verantwortung von Andrej Edel zu Kapitän Matthias Michaelis, der wiederum dem Neuzugang den Vortritt ließ. Reiter verwandelte, konnte sich trotz seines Dreierpacks aber nicht so richtig freuen. „Ich habe gemischte Gefühle, gerade weil es gegen meinen Ex-Club war“, spricht er das nach wie vor gute Verhältnis an: „Es war aber keiner sauer. Sie haben zu mir gesagt, dass ich es gut gemacht hätte.“

Somit wird eine Rückkehr ins Tor für Reiter trotz des dafür vorhandenen Talents immer unwahrscheinlicher, er selbst hat zumindest andere Ziele. „Ich möchte als Feldspieler richtig Fuß fassen und auch noch mehr erreichen als Bezirksliga“, formuliert der 24-Jährige selbstbewusst. Dass er den Positionswechsel vor der Saison überhaupt in Angriff nahm, hatte neben dem Gefühl, „im Tor immer unsicherer“ zu werden, auch mit dem Tipp seines besten Freundes zu tun. „Er hat zu mir gesagt, dass ich im Feld besser bin.“ Reiter hat mit Sicherheit schon schlechtere Ratschläge erhalten.

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