Amerikanerin erzielt beim 78:70 acht Dreier / Pakulat staunt über 16 Rebounds

Griffitts hat Grünberg im Griff

Kaum zu stoppen war Kama Griffitts (r.) von Grünbergs Defense (hier mit Lilly Lukow und Luzie Hegele, r.).

Scheeßel - Von Matthias Freese. 1:41 Minuten vor dem Ende der Partie schien selbst bei Kama Griffitts die Luft raus zu sein. Von der Freiwurflinie aus vergab die US-Amerikanerin beide Würfe. Sei‘s drum. Dafür hatte die 28-jährige Flügelspielerin der Avides Hurricanes ihre Zweitliga-Basketballerinnen zuvor mit einer sagenhaften Dreierquote frühzeitig auf die Erfolgsspur gegen den Tabellennachbarn Bender Baskets Grünberg „geballert“. Von neun Versuchen aus der Distanz rauschten gleich acht durch das Netz – der Heimsieg von 78:70 (42:26) wirkt dabei knapper, als es wirklich war.

Als nach der Partie vor rund 220 Zuschauern auch die letzte Spielerin den Weg in die Kabine gefunden hatte, gab es dennoch längeren Gesprächsbedarf. „Das war Thema, durchaus“, wollte Coach Christian Greve gar nicht erst den Mantel des Schweigens über den letzten Durchgang legen. „Sieg ist Sieg. Trotzdem ist es ärgerlich“, fand auch Kapitänin Pia Mankertz. Mit 11:26 hatte ihr Team die letzten zehn Minuten abgegeben und damit einen deutlichen Sieg für das gute Gefühl verpasst. „Wir haben uns dumme Turnover erlaubt und waren fast zu verspielt. Wir haben aber die drei Viertel vorher unfassbar viel Energie aufs Feld geschmissen“, zeigte Greve Verständnis. Insbesondere Grünbergs US-Import Cassidy Mihalko nutzte die Schlussphase, um ihre imponierende Bilanz auszubauen – sie kam am Ende auf 36 Punkte, darunter befanden sich fünf Dreier.

Letztlich hieß die große Gewinnerin jedoch Kama Griffitts, die gleich mit zwei Dreiern zum 6:0 startete (2.). „Sie hat schnell ihren Rhythmus gefunden, ohne, dass wir die Ansagen verändert haben“, meinte Greve. Griffitts animierte damit auch ihre Mitspielerinnen. Pia Mankertz folgte ihr – nach sieben Minuten hieß es bereits 22:4.

Die Dreier blieben die effektivste Waffe der Hurricanes, da half es auch nicht, dass Grünberg auf die Zone umstellte. Bei Griffitts Dreier zum 41:22 war das Spiel vorentschieden, obwohl die Gäste mit einem Rebound-Vorteil (19:17) in die Pause gingen. Auch am Ende hatten sie diese Kategorie knapp für sich entschieden (36:35), allerdings stand die Rebound-„Königin“ auf Seiten der Hurricanes. „Echt?“, kommentierte Hannah Pakulat ihre 16 eingesammelten Bälle (davon sechs in der Offensive) und meinte dann: „Ich glaube, das hatte ich noch nie.“ Insgesamt kommt sie damit auf 117 Rebounds – auf so viele wie keine andere Spielerin in der Liga.

Auch im dritten Viertel dominierten die Hurricanes mit fünf Dreiern, zudem erwischte Centerin Becky Nash ihre beste Phase und erzielte zehn ihrer zwölf Punkte. Nach Griffitts achtem Dreier zum 72:44 war dann endgültig alles geregelt (32.), sodass die Hurricanes nicht mehr so energetisch zu Werke gingen und Mihalko quasi das Feld überließen. „Sie war schon im Hinspiel schwer in den Griff zu bekommen“, erinnerte sich Greve. Auch damals siegte sein Tabellenfünfter trotzdem und hat damit nun den direkten Vergleich für sich entschieden.

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