RSV-Vorsitzender zweifelt Kostenrechnung an

Grewe lehnt den Winterrasen ab

Peter Grewe (l.) und Henning Schwardt plädieren für den Kunstrasenplatz und glauben, dass ein Winterrasen nicht die Probleme löst.

Rotenburg - Von Matthias Freese. In der Diskussion um die Umwandlung des Grandplatzes in eine Rasenspielfläche auf dem Ahe-Sportgelände sowie die Errichtung einer Flutlichtanlage auf Platz eins bleiben die Fronten verhärtet.

Nachdem sich die Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) vor wenigen Tagen für den Bau der Flutlichtanlage sowie die Errichtung eines Winterrasenplatzes und damit klar gegen Kunstrasen ausgesprochen hatte, reagierte der Rotenburger SV als einer der Hauptnutzer der Anlage. „Dann lieber gar nichts!“, lautet das Resümee von RSV-Präsident Peter Grewe. Und Schatzmeister Henning Schwardt merkt in puncto Winterrasen an: „Es gibt zu viele ungeklärte Fragen.“ Der RSV befürchtet, dass der Antrag der Grünen-Fraktion im Stadtrat, einen Winterrasen zu errichten, durchgeht. „Und dann ist der Kunstrasen tot!“, so Grewe.

Flutlicht

100 000 Euro wollte die Stadt ursprünglich dafür locker machen, doch dann sollte die Anlage für Platz eins plötzlich 200 000 Euro kosten. Zu viel finden sowohl ARS als auch RSV – darin sind sie sich einig. Doch während ARS-Vorsitzender Rolf Ludwig Kosten von 150 000 Euro akzeptieren würde, präsentiert Peter Grewe ganz andere Zahlen: „Ich habe in Scheeßel angerufen. Die bekommen sechs Masten für 62 000 Euro brutto. Mit den Eigenleistungen, die sie erbringen, komme ich auf ungefähr 80 000 Euro.“

Grewe berichtet auch, dass sein Verein der Stadt angeboten hatte, im Stadion auf eigene Kosten vier Flutlichtmasten zu bauen – das Angebot lag seinerzeit bei 44 000 Euro brutto. Bürgermeister Andreas Weber habe es jedoch abgelehnt. „Wir hätten es mithilfe von Spnsoren hinbekommen“, betont Schwardt. Zur aktuellen Lage sagt Grewe wiederum: „Wir brauchen kein Flutlicht auf Platz eins und sind dafür, dieses Geld zu sparen.“ Möglichst für einen Kunstrasenplatz ...

Winter- oder Kunstrasen

„Uns geht es um keinen zusätzlichen Naturrasen, davon haben wir genug. Uns geht es darum, bei Nässe oder wenn die Plätze regenieren müssen, trainieren zu können“, stellt Grewe klar. Und Schwardt untermauert mit Zahlen: „Wir haben mit dem JFV Rotenburg zusammen 24 Mannschaften und bis zum Winter 42 Trainingseinheiten pro Woche, danach sind es noch 30. Und wir wollen mit dem Ball trainieren! Aber ob ein Naturrasen im Gegensatz zum Kunstrasen sechs bis acht Mannschaften pro Tag verträgt? Wenn uns das garantiert werden könnte, dass es funktioniert, wäre es okay, aber das macht keiner.“

Peter Grewe geht zudem auf den ökologischen Aspekt ein und sieht einen Winterrasenplatz, der einen besonders sandigen Untergrund hat, durchaus kritisch. „Er muss im Sommer jeden Tag gewässert werden und viel häufiger als normal gedüngt werden. Das muss ein Kunstrasen nicht. Die Folge der ständigen Bewässerung ist, dass die Stickstoffe leichter ausgewaschen werden – und die landen dann im Untergrund“, erklärt der Rotenburger Unternehmer aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau. Zudem zweifelt er bei dem Kostenvergleich von Kunstrasen – laut einer vom RSV in Auftrag gegebenen Sportentwicklungsplanung rund 650 000 Euro – und Winterrasen die Summe für die Naturversion an. Die Grünen rechnen in ihrem Antrag mit maximal 170 000 bis 200 000 Euro. Grewe vermutet, dass hierin Ballfangzaun, neues Flutlicht, Ausstattung der Anlage und möglicherweise eine Bewässerungsanlage nicht enthalten ist. „Die Kosten sind total unbelegt. Das sind vermutlich nur die Kosten für die reine Umwandlung des Platzes“, moniert er. Grewe plädiert dafür: „Wenn man nicht auf einen Nenner kommt, sollte man es in die nächste Wahlperiode verschieben und jetzt nichts bauen.“ Und dann hat der Präsident des Rotenburger SV noch eine andere Überlegung und fragt sinnierend: „Was wäre denn, wenn der RSV den Kunstrasenplatz baut?“

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