Hurricanes haben die Play-Offs nach 75:74 gegen Rist sicher, den direkten Vergleich aber verloren

Götze führt die Wende herbei

Nur schwer zu stoppen war Wedels Aufbauspielerin Pia Mankertz (beim Wurf), der sich hier Carry Schwarzer (M.), Birte Götze (l.) und Samantha Ochs in den Weg stellen.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSCHEESSEL · Vielleicht war der Druck zu groß. Vielleicht hatten sie den Kontrahenten unterschätzt, vielleicht hatten sie sich von dessen personellen Ausfällen blenden lassen. Den direkten Vergleich mit den Rist Scala Ladybaskets haben die BG ’89 Hurricanes jedenfalls verloren – immerhin aber das Verfolgerduell in der 2. Basketball-Bundesliga gewonnen. Vor 140 Zuschauern setzte sich die Senger-Crew in Scheeßel hauchdünn und nach einer späten Steigerung mit 75:74 (36:38) durch und ist damit realistisch betrachtet nicht mehr vom Play-Off-Platz zu verdrängen.

Was war los? Da hatte Co-Trainer Christoph Göx in der Fanzine noch selbstbewusst verkündet, dass die Hurricanes einen Sieg mit 18 Punkten Differenz einfahren würden, um dem direkten Vergleich – der im Kampf um Play-Off-Platz drei wichtig gewesen wäre – für sich zu entscheiden. Nach der Partie verwies Göx fast schon entschuldigend auf die katastrophale Ausbeute aus der Nahdistanz. Nur 19 von 48 Versuchen landeten im Korb – vor allem Katharina Wohlberg und Carry Schwarzer mussten sich dieses ankreiden lassen. Oft kreiste das Spielgerät auf dem Ring, ohne reinzuplumpsen. Oft waren die Würfe zu überhastet und ungenau.

So geriet die BG ’89 trotz eines famosen 8:0-Starts ins Hintertreffen, weil neben der miserablen Wurfquote auch die Intensität der offensiven Zonenpresse spürbar nachließ. „Die neue Defense spielen wir erst seit Kurzem. Da läuft es noch nicht so rund“, warf Flügelspielerin Birte Götze ein. Sie wusste aber auch, dass ihr Team bei den Rebounds nicht immer gut aussah. „Vielleicht war der Druck aber auch zu hoch, weil wir den direkten Vergleich gewinnen wollten.“

Coach Roland Senger attestierte den Gästen zudem anerkennend, dass sie „unglaublich gegengehalten“ haben. Allen voran Juniorennationalspielerin Pia Mankertz bereitete der BG ’89 trotz ihrer eher durchschnittlichen Quote arge Sorgen und verlud im direkten Spielmacher-Duell einige Male sogar Erika Bobo – beiden gelang auch ein Double-Double.

Der Familien-Vergleich in der Partie ging übrigens an die Jüngere: Wedels 17-jährige Sabrina Ochs kam auf mehr Spielzeit und Punkte als ihre zwei Jahre ältere Schwester Samantha. Besonders frech: In der 38. Minute düpierte sie die Ältere mit einem Dreier zum 71:70. Aller-

nWorthmann mit

nder Entscheidung

dings verpasste sie kurz darauf per Freiwurf eine kleine Vorentscheidung, so dass die BG ’89 durch vier Freiwürfe von Franziska Worthmann doch noch zum Sieg kam.

Neben Worthmann und Britta Hueske, die im letzten Viertel jeweils zwei wertvolle Dreier beisteuerten, avancierte vor allem Routinier Birte Götze zu einer ganz wichtigen Spielerin. Knappe 18 Minuten stand sie nur auf dem Feld, holte in dieser Zeit aber sieben Rebounds sowie drei Steals und sorgte mit ihrem Zweier plus anschließendem Freiwurf zum 63:62 für die Wende im Spiel. „Birte hat mit Abstand ihr bestes Saisonspiel gemacht“, bemerkte Senger. Und die 31-Jährige ergänzte: „Zumindest in der zweiten Halbzeit. Da lief es bei mir.“

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