KREISLIGA-INTERVIEW Guido Bohatsch über seine rasante Entwicklung

„Das ging von null auf hundert“

Guido Bohatsch (r., hier im Pokalspiel gegen Rotenburgs Kay Slominski) hat sich längst in Westerholz etabliert. Foto: maf

Westerholz - Von Nicolas Tréboute. Eingewöhnungszeit? So etwas scheint Guido Bohatsch nicht zwingend zu benötigen. Zur Rückrunde der vergangenen Saison vom SV Lauenbrück aus der 2. Kreisklasse Süd gekommen, schlug der kantige Stürmer beim TuS Westerholz ein wie eine Granate. Mit 14 Toren in lediglich neun Partien trug er einen nicht unerheblichen Teil dazu bei, dass die Blau-Weißen mit einer rekordverdächtigen Saison (nur eine Niederlage) in die Kreisliga aufstiegen. Vor dem Spiel beim TSV Bülstedt/Vorwerk (Sonntag, 15 Uhr) sprachen wir mit dem 24-Jährigen über die Motive seines Wechsels, übertroffene Erwartungen und harmonierende Mitspieler.

Sie sind zur Rückrunde der vergangenen Saison nach Westerholz gekommen. War das von vornherein so geplant?

Nein, es war relativ spontan. Aber ich wollte gerne zur Halbserie wechseln, um mich besser eingewöhnen zu können. Es lief bereits gut und die Mannschaft hat harmoniert, sodass es für mich einfacher war.

Wie schwer war es für Sie, den SV Lauenbrück zu verlassen. Sie waren immerhin Kapitän.

Sehr schwer. Das war für mich auch das größte Problem bei dem Wechsel. Aber ich wusste, dass ich mehr kann und mehr will. Lauenbrück konnte mir dabei nicht mehr so sehr weiterhelfen.

Dabei sah es damals für Lauenbrück gar nicht schlecht aus. Als sie gingen, stand der Verein auf Platz drei. Am Ende wurde es Rang fünf. Wäre der Aufstieg möglich gewesen, wenn Sie geblieben wären?

Wahrscheinlich ja, die Mannschaft hatte eigentlich das nötige Talent dafür. Aber dann sind zusätzlich zu mir noch zwei weitere Spieler weggegangen. Da war dann klar, dass es wahrscheinlich nicht mehr reichen würde.

Hätten Sie gedacht, dass es für Sie in Westerholz direkt so gut laufen würde?

Nein, eigentlich sollte ich erst einmal in der Zweiten spielen und mich langsam eingewöhnen. Nur weil ein Mangel im Sturm herrschte, war ich im ersten Rückrundenspiel gegen Schwitschen in der Startelf. Und nachdem ich da noch das Siegtor geschossen habe, wollte unser damaliger Coach Hans-Dieter Vernimb nicht mehr auf mich verzichten. Das ging schon alles von null auf hundert.

Wie lauten Ihre Ziele für die Kreisliga-Saison?

Als Mannschaft wollen wir auf jeden Fall im Mittelfeld landen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Weiter nach oben geht es dieses Jahr noch nicht. Ich persönlich möchte so viel wie es geht spielen, verletzungsfrei bleiben und natürlich Tore schießen. Dafür bin ich ja da.

Ihr neuer Trainer ist Matthias Klindworth. Haben Sie Befürchtungen, dass Sie sich bei ihm erst wieder hinten anstellen müssen?

Die größten Sorgen mache ich mir deswegen nicht. Matthias hat ja vor der Saison gesagt, dass jeder die gleiche Chance bekommt und es bei null losgeht. Ich glaube, das hat auch unsere gute Vorbereitung ausgemacht. 26 Spieler durften sich beweisen und zeigen, was sie können.

Gibt es Mitspieler, mit denen Sie auf dem Feld besonders gut harmonieren?

Mit Hans Wahlers. Mit ihm habe ich in der Freizeit und bei Turnieren schon öfter zusammengespielt. Er weiß schon, wenn er den Ball annimmt, wo ich bin. Wir haben dieselbe Philosophie vom Fußball. Sehr gut passt es auch mit Jan Ostenfeld. Wir sind sehr unterschiedliche Stürmertypen und ergänzen uns gerade deswegen sehr gut.

In welchem Bereich haben Sie in Westerholz die größten Fortschritte gemacht?

Ich habe überraschend viele Kopfballtore gemacht, weil wir viel über die Außen mit Flanken operieren. Zudem haben mir unter Hans-Dieter Vernimb die Abschlussübungen sehr geholfen. Die gab es in jeder Variation und durchgehend bei jedem Training. Hinzu kommt, dass ich so fit bin wie noch nie.

Am Sonntag geht es nach Bülstedt? Wird das der erste Saisonsieg?

Wenn wir den Start nicht verpennen wollen, müssen wir da sogar gewinnen. Es ist zwar ein unangenehmer Gegner, aber wir haben uns unter der Woche zusammengesetzt und einen Schlachtplan aufgestellt.

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