Endlich wieder Nummer eins

Rotenburger SV gelingt mit Keeper Gies ein Königstransfer

Jeroen Gies steht mit verschränkten Armen vor der Ahe-Sportanlage.
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Neue Heimat: Jeroen Gies mit der Ahe-Sportanlage im Rücken. Hier will er der große RSV-Rückhalt sein.

Nach acht Jahren kehrt Jeroen Gies nach Rotenburg zurück - genauer zum RSV. Mit Auslands- und Drittligaerfahrung hütet er künftig das Tor des Oberligisten.

Rotenburg – Es gibt nur wenige Botheler, die in der Online-Enzyklopädie Wikipedia gelistet sind. Jeroen Gies zählt zu ihnen. Allerdings muss der Eintrag über den Fußball-Torhüter demnächst mal aktualisiert werden, denn der 26-Jährige hat ab Sommer einen neuen Verein und kehrt in die heimatlichen Gefilde zurück: Am Maifeiertag unterschrieb er beim Oberligisten Rotenburger SV einen Vertrag. „Das ist der absolute Königstransfer. Wir sind megastolz, dass er sich für uns entschieden hat“, betont Torsten Krieg-Hasch, der Sportliche Leiter der Wümmestädter.

Dass der RSV den Zuschlag erhalten und damit die Nachfolge von Fabiano Curia frühzeitig wie hochkarätig geklärt hat, ist keine Selbstverständlichkeit. Gies gehörte schließlich jahrelang zum Team des Drittligisten SV Meppen und verlässt nun den Regionalligisten und Traditionsverein 1. FC Lok Leipzig. „Ich habe inzwischen andere Prioritäten. Ich möchte sesshaft werden und bin froh, nach acht Jahren wieder nach Hause zu kommen“, sagt der Keeper selbst. Einen Job hat der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann auch bereits über den RSV gefunden – im Betrieb von Jörg Niepel, dem Marketingbeauftragten des Vereins. So erhält der Oberligist denn auch den Vorzug vor dem Hamburger Regionalligisten Teutonia 05 Ottensen, nachdem der Verbleib der Rotenburger in der fünfthöchsten Spielklasse mit der Annullierung der Saison endgültig feststand: „Da hat Torsten mich gefragt: ,Haben wir einen Deal?‘ Und ich habe gesagt: ,Wir haben einen Deal!‘ Bei Landesliga hätte ich es mir noch überlegt, bei Oberliga steht dem nichts im Wege“, erzählt Gies.

Vertragsunterschrift vorm Sportlerheim und mit Abstand: Jeroen Gies (l.) und Torsten Krieg-Hasch.

Selbstredend erhält er beim RSV den Status der klaren Nummer eins. „Darüber müssen wir gar nicht reden“, meint Krieg-Hasch. Diese Rolle hatte sich der Schlussmann auch bei Lok Leipzig erhofft, als er vergangenen Sommer dorthin wechselte und den Zweikampf mit dem vom VfL Wolfsburg II gekommenen Jannes Tasche vom VfL Wolfsburg II aufnahm. Am Ende blieb ihm jedoch nur ein Einsatz im Sachsenpokal – mehr nicht. „Ich habe immer auf meine Chance gewartet. So war es aber für mich eigentlich ein Schritt zurück, denn ich brauche Spielpraxis“, weiß Gies. Dass Leipzig nicht mehr mit ihm planen würde, habe er dann aus der Zeitung erfahren. „Der Trainer hat‘s mir nicht gesagt. Aber ich wollte ja sowieso Richtung Heimat zurück.“

Der RSV war schon vor einem Jahr an ihm dran, im Januar fand die erneute Kontaktaufnahme statt. „Über den Anruf habe ich mich sehr gefreut“, gesteht Gies, der ablösefrei kommt und laut der Plattform transfermarkt.de immer noch einen Marktwert von 25 000 Euro hat. In der Kreisstadt möchte er sich auch verstärkt im Verein einbringen – und zwar in der Jugendabteilung. „Ich werde zusammen mit Lars Neugebauer das Torwarttraining übernehmen und will meinen Trainerschein machen“, verrät Gies.

Übrigens: Sollte er doch wieder ein Engagement oberhalb der Oberliga anstreben, würde der RSV ihm „keine Steine in den Weg legen“, wie Krieg-Hasch betont. „Warum nicht in die Regionalliga mit Rotenburg?“, fragt Jeroen Gies wiederum.

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