Triumphe für Altkreis-Fußballer

Gies kommt als Pokalsieger, Costly triumphiert mit Mannheim

Wieder ohne Gegentor: Jeroen Gies, künftiger Keeper des Rotenburger SV, gewann mit Lok Leipzig das Finale des Sachsenpokals.
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Wieder ohne Gegentor: Jeroen Gies, künftiger Keeper des Rotenburger SV, gewann mit Lok Leipzig das Finale des Sachsenpokals.

Der eine spielte einst für den Rotenburger SV, der andere macht es ab Sommer: Marcel Costly (Waldhof Mannheim) und Jeroen Gies (1. FC Lok Leipzig) haben sich am Samstag den Landespokal geholt.

Rotenburg – In Visselhövede fieberten sie mit, in Bothel ebenfalls – und in Rotenburg auch: Zwei Fußballer aus dem Kreis haben sich am Finaltag der Amateure mit dem Landespokalsieg gekrönt. Der Visselhöveder Marcel Costly (25) gewann mit dem Drittligisten SV Waldhof Mannheim den badischen Wettbewerb durch ein 2:1 gegen Regionalligist FC Astoria Walldorf und zog somit in den DFB-Pokal ein. Jeroen Gies triumphierte im Sachsenpokal mit dem 1. FC Lok Leipzig im Regionalliga-Duell gegen den Chemnitzer FC durch ein 1:0 nach Verlängerung. Gies steht nächste Saison beim Oberligisten Rotenburger SV im Tor.

Vor dem Stadion standen die Fans mit Pyro – das war schon ein Erlebnis. Danach ging es dann noch mit der Mannschaft in der Kabine bis in die Nacht weiter.

Jeroen Gies

Der aus Bothel stammende Schlussmann wiederholte im Endspiel, was ihm bereits im Halbfinale gegen Dynamo Dresden gelungen war – er blieb ohne Gegentor! Und das, obwohl es im Finale sogar über 120 Minuten ging. Mitspieler Djamal Ziane schoss den Traditionsclub in Leipzig in der 111. Minute schließlich zum ersten Sachsenpokal-Sieg und garantierte damit die Party. „Der Empfang war mega. Vor dem Stadion standen die Fans mit Pyro – das war schon ein Erlebnis. Danach ging es dann noch mit der Mannschaft in der Kabine bis in die Nacht weiter“, berichtete Gies.

Gies erhält Glückwünsche aus Bothel und Rotenburg

Digital schickte nicht nur Christoph Meinke vom TuS Bothel Glückwünsche, sondern auch der Rotenburger SV „zur weißen Weste“, die Gies in seiner Instagram-Story auflistete. „Wer möchte nicht gerne ein Finale spielen, gewinnen und dann im DFB-Pokal mal spielen“, kommentierte Gies, obwohl er Letzteres ja mit seinem Wechsel verpasst. „Schade, aber ich freue mich für die Jungs“, erklärte er. „Und ich freue mich auf Dienstag, da sehe ich die Jungs aus Rotenburg das erste Mal.“

Den Pott in den Händen: Marcel Costly stemmt den Pokal, den er mit Waldhof Mannheim gewonnen hat, in die Höhe.

Flügelspieler Marcel Costly, der bei Waldhof Mannheim absoluter Stammspieler ist, fünf Saisontore erzielt hat und bei den Kurpfälzern noch einen Vertrag bis Sommer 2022 besitzt, dürfte durch den Landespokalsieg im Sommer zu seinem zweiten Spiel im DFB-Pokal kommen. Der frühere RSV-Akteur war im vergangenen Jahr in Runde eins mit Mannheim knapp mit 1:2 am Erstligisten SC Freiburg gescheitert. „Es ist immer ein schönes Gefühl, den Pokal zu gewinnen und gerade nach so einer langen Saison was in Händen zu halten, was man nicht so schnell wieder hergeben muss“, meinte Costly auf Nachfrage. Er hofft nun, in der ersten DFB-Pokalrunde „einen Bundesligisten zu ärgern“. Für Costly ist es übrigens der dritte Landespokalsieg. Mit dem 1. FC Magdeburg gewann er diesen bereits in Sachsen-Anhalt sowie vergangenes Jahr bereits mit Mannheim, als der Sieger erst in der Vorbereitung ausgespielt wurde.

Es ist immer ein schönes Gefühl, den Pokal zu gewinnen und gerade nach so einer langen Saison was in Händen zu halten, was man nicht so schnell wieder hergeben muss.

Marcel Costly

Gar bis ins Halbfinale des DFB-Pokals war 2020 der 1. FC Saarbrücken vorgestoßen. Nun verpasste der Drittligist, bei dem der in Hellwege aufgewachsene Bernd Heemsoth als Co-Trainer tätig ist, den erneuten Einzug durch ein 0:3 im Saarland-Pokal gegen den FC Homburg. Übrigens: Der 54-jährige Heemsoth hat seinen Vertrag bei den Saarländern kürzlich verlängert und wird auch dem künftigen Trainer Uwe Koschinat zur Seite stehen.

Meppen gewinnt gegen Drochtersen/Assel

Zum zweiten Mal nach 1999 hat der SV Meppen den Niedersachsenpokal gewonnen und steht damit im DFB-Pokal. Im Finale im Eilenriedestadion in Hannover bezwang der Drittliga-Absteiger den Regionalligisten SV Drochtersen/Assel mit 6:5 (2:2/1:2) nach Elfmeterschießen. Drochtersen war durch Sören Behrmann (5.) und Oliver Ioannou (21.) mit 2:0 in Führung gegangen. Christoph Hemlein verkürzte per Strafstoß (26.), scheiterte kurz nach der Pause per Handelfmeter, ehe Luka Tankulic in der 80. Minute ausglich. Matchwinner wurde Meppens Keeper Eric Domaschke, der im Elfmeterschießen gegen Maximilian Geißen und Christian Rusch parierte.

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