RSV gibt zweimalige Führung aus der Hand und unterliegt Egestorf mit 2:4

„Ganz armes Niveau“

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Yannik Malende (l.) machte in der Anfangsphase ordentlich Dampf, kommt hier aber einen Tick zu spät gegen Egestorfs sicheren Keeper Markus Straten-Wolf. Auch Robin Gaida (Mitte) sichert noch ab.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Schon seitzwei Monaten kuriert Marcel Costly von Fußball-Drittligist FSV Mainz 05 II eine lästige Schambeinentzündung aus. Das gab ihm die Möglichkeit, sich mal wieder bei seinen alten Kollegen blicken zu lassen. Was der 19-Jährige, der direkt neben der Bank des Rotenburger SV Position bezogen hatte, allerdings zu sehen bekam, überzeugte weder ihn noch die anderen 80 Zuschauer. Eklatante Schwächen in der Defensive und speziell im Kopfballspiel waren der Grund dafür, dass es in der Oberliga gegen den 1. FC Egestorf/Langreder trotz 2:1-Führung eine 2:4 (1:0)-Heimpleite gab.

Die Landesliga rückt damit ein weiteres Stück näher – sie ist quasi zum Greifen nah bei 13 Punkten Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen. „Fußballerisch war das ein ganz armes Niveau“, fällte RSV-Coach Jan Fitschen ein hartes Urteil über die Partie. „Ich dachte, wir wären einen Schritt weiter.“ Was er vor allem bemängelte, war die Tatsache, dass sein Team die langen Bälle nicht unterband. Immer wieder kamen die körperlich überlegenen Gäste zu Flanken oder wild und hoch nach vorne gedroschenen Zuspielen – und nutzten dabei ihre Lufthoheit aus. „Wenn wir 70 Prozent der Kopfballduelle verlieren, plumpsen die Dinger hinten auch rein“, wusste Kapitän Tim Ebersbach.

Rotenburgs sonst so zuverlässiger Abwehrchef Christoph Drewes war dabei das beste Beispiel. Beim 2:3 verlor er das Kopfballduell gegen den Torschützen Thorben Schierholz (81.), beim 2:4 eine Minute später erneut, sodass Sebastian Bönig am zweiten Pfosten ungehindert einschob. „Wir hatten keine Absicherung – und dann klingelt es gegen die Riesen halt. Zudem haben wir einfache Geschenke verteilt und vorne die Chancen nicht gemacht“, grantelte Fitschen. Einzig Andy Kiel zeigte hinten eine solide Leistung.

Dabei hatte es durchaus gut angefangen. Die Ausrichtung mit drei flinken Stürmern – neben Bekim Murati waren es auf den Außen Atilla Iscan und der erstmals nach seiner langen Verletzungspause von Beginn an aufgebotene Yannik Malende – zahlte sich aus. Bereits in der zwölften Minute drückte Ebersbach einen Freistoß von Kevin Klützke, noch abgelegt von Dragan Muharemi, zum 1:0 ins Tor.

Unmittelbar nach der Pause egalisierte Schierholz im zweiten Versuch – auch da sah Drewes bereits schlecht aus (47.). Eine feine Klützke-Vorlage verwertete Murati aber per Heber über den starken Keeper Markus Straten-Wolf zur erneuten RSV-Führung (51.). „Kevin ist der Beste heute“, lobte Marcel Costly den Sechser und Vorlagengeber. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, weil die Rotenburger Defensive den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam und Joshua Siegert sich mit dem 2:2 bedankte (53.). Auch danach hätte die Wümme-Elf den Sieg einfahren können, doch Iscan und Murati vergaben aussichtsreich (66./ 72.), während hinten noch zwei Mal derbe gepatzt wurde. „Eigentlich hatten wir das Spiel schon zwei Mal gewonnen“, schüttelte auch Tim Ebersbach den Kopf.

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