Warten auf neue Corona-Verordnung

Utz Bührmann und Johann Knodel planen mit Zuschauern

Auf dem Hallenboden wärmen sich zwei Mannschaften auf, während zwei Zuschauer auf den Rängen der Pestalozzihalle sitzen.
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So soll es nicht wieder sein – nur zwei Zuschauer auf den Rängen der Pestalozzihalle. Doch ob und wie viele beim Saisonstart im September dabei sein dürfen, entscheidet sich erst Ende des Monats.

Die Handballer und Basketballer wollen zum Saisonstart wieder Zuschauer reinlassen. Doch unter welchen Bedingungen dies gelingt, bleibt weiterhin offen.

Rotenburg – Wie geht es mit den Zuschauern in den Hallen weiter? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell unter anderem auch die Vereinsvertreter der Handballer und Basketballer. Während die Sportler sich auf den Saisonstart Mitte September vorbereiten, wissen Johann Knodel, Teammanager der Oberliga-Herren des TuS Rotenburg, und Utz Bührmann, Vorstandsmitglied der Avides Hurricanes, „noch nicht wirklich, was zu dem Zeitpunkt gelten wird“. Kommt es zu einer Zuschauerrückkehr? Wenn ja, wer darf dann rein?

Auf eine endgültige Beantwortung dieser Fragen werden die Vereine noch warten müssen. Zwar heißt es in den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz: Geimpfte, genesene und getestete Personen dürfen beim Sport den Innenbereich aufsuchen. Am Mittwoch kündigte die niedersächsische Landesregierung aber einen Sonderweg an. Und wie dieser konkret aussehen wird, zeigt sich erst am 25. August, wenn die neue Corona-Verordnung veröffentlicht werden soll.

Bislang gab Staatskanzlei-Chef Jörg Miehlke nur bekannt, dass ein neuer Beurteilungsmaßstab im Fokus für künftige Maßnahmen liegen wird. Der Inzidenzwert soll in Relation zu der Zahl von Corona-Patienten in den Krankenhäusern gesetzt werden. Zudem wird der bisher geltende Stufenplan, der an der Sieben-Tage-Inzidenz ausgerichtet ist, gestrichen.

Laut dieses Planes dürfen aktuell in Rotenburg bis zu 199 Personen in die Halle – inklusive Sportler, Trainer und Kampfgericht. „Das sind dann so 150 Zuschauer. Davon sind bei uns 75 Dauerkarten eingeplant, die wahrscheinlich aus dem letzten Jahr auch in diesem gelten“, listet Knodel auf. Diese Anzahl würde bei den Basketballerinnen schon „für ordentlich Krawall sorgen“, meint Bührmann und denkt dabei sicherlich auch an finanzielle Einbußen bei erneut leeren Hallen. Denn: Fehlende Zuschauer- und Catering-Einnahmen bei den Hurricanes machen grob geschätzt 10 000 Euro aus. Und angesichts steigender Fallzahlen wächst die Ungewissheit über eine Zuschauerrückkehr in einem Monat.

Bislang rechnen beide aber wieder mit Fans in der Halle. In der Planung zählen neben Geimpften und Genesenen auch Personen mit einem tagesaktuellen Testnachweis dazu: „Getestete Personen dürfen rein“, sagt Bührmann. Dem schließt sich Knodel an: „Wer sich testen lassen hat und nicht positiv ist, darf natürlich gerne rein.“

Für eine entsprechende Fan-Rückkehr haben die Hurricanes bereits einiges getan: „Das aktuelle Hygienekonzept sieht wie im letzten Jahr auch ein Einbahnstraßensystem, Desinfektionsmittelspender in der Halle und die Kontaktnachverfolgung vor“, erklärt Vorstandsmitglied Bührmann. Vergangene Saison gab es dafür nur handgeschriebene Listen. Mittlerweile wird diese durch den Einsatz der Corona-Warn- sowie der Luca-App ergänzt. „Die nutzen wir auch im Training.“

So weit ist Knodel noch nicht. Er freut sich nun erst mal „auf eine schöne Telefoniererei diese und nächste Woche“. Ein erstes Gespräch führte der Teammanager bislang mit dem Gesundheitsamt: „Die können mir leider nichts sagen – wie ich es schon vermutet habe.“ Genaueres werde er erst Ende des Monats erfahren und verweist damit auf die Ankündigungen der Landesregierung.

Sorgen über einen Spielbetrieb machen sich sowohl Knodel als auch Bührmann nicht. Er sagt: „Gespielt werden darf auf jeden Fall. Da sind wir einfach auch weiter als letztes Jahr.“ Trotz diverser Impfungen werden die Zweitliga-Basketballerinnen sich über die Saison hinweg vor allen Trainingseinheiten und Spielen testen lassen. Dies hofft der Teammanager für seine Oberliga-Herren umgehen zu können: „Fast alle sind mit den Impfungen durch. Nur noch zwei, drei bekommen ihre zweite nächste Woche. Die Quote liegt also bei 95 Prozent.“

Wenn die Bereitschaft in der Gesamtbevölkerung nur ähnlich hoch wäre, würden die Sportlerinnen und Sportler sicherlich bald wieder vor vollen Rängen spielen ...

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