„Gesundheit steht an erster Stelle“

Reaktionen der Altkreis-Vereine auf den Abbruch der Fußball-Saison

Trikot und Fußball liegen in der Mülltonne.
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Die Fußball-Saison landet nun doch in der Tonne: Der NFV hat die Reißleine aufgrund der Pandemie gezogen und die aktuelle Spielzeit abgebrochen.

Nun wurde auch die Saison im Fußball abgebrochen. Doch wie soll es weitergehen? Das wünschen sich die Vereine aus dem Altkreis.

Rotenburg – Ende. Aus. Vorbei. Lange Zeit hatten sich die Verantwortlichen des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) an ihren imaginären Strohhalm geklammert und gehofft, dass das Coronavirus wie von Geisterhand verschwindet und der Spielbetrieb auf Amateurebene wieder aufgenommen werden kann. Nach der jüngsten Bund-Länder-Konferenz und der dabei beschlossenen Lockdown-Verlängerung bis zum 18. April, ist auch der NFV aufgewacht und bricht die aktuelle Saison ab. Der Beschluss soll – wie bereits berichtet – nächste Woche gefasst werden. Was sagen die Vereine aus dem Altkreis dazu? Und wie stellen sich nun die Clubs die Wertung der laufenden Spielzeit vor? Wir haben nachgefragt.

Tim Ebersbach ist froh, dass endlich eine Entscheidung getroffen wurde. „Darüber bin ich sehr erleichtert. Ich bin aber ehrlich gesagt positiv überrascht, dass der NFV nun doch die Saison abbricht, da sich der Verband so lange gesträubt hat“, erklärt der Trainer des Oberligisten Rotenburger SV. Eine Wertung der aktuellen Spielzeit wäre laut Ebersbach „unfair“. Er tendiert klar zur Annullierung. „Wir hatten doch alle viel zu wenig Spiele“, findet Ebersbach.

In die gleiche Kerbe schlägt Dennis Schlifelner. „Wir sind für einen Abbruch ohne Auf- und Absteiger“, betont der Trainer des Kreisligisten TuS Bothel. Etwas verwundert sei er, dass der Verband so lange abgewartet hat, ehe der Abbruch nun doch entschieden wurde. „Sicherlich ist es grundsätzlich okay, dass noch versucht wurde, eine sportliche Beendigung anzustreben. Das war aber dann doch etwas entfernt von der Realität. Natürlich ist die Sehnsucht groß, mit den Jungs auf dem Platz zu sein. Die Gesundheit steht aber an erster Stelle“, unterstreicht der Botheler.

Auch Thomas Holzkamm, Abteilungsleiter beim Bezirksligisten TV Sottrum, schließt sich der Meinung zur Annullierung an: „Erst einmal ist die Entscheidung für den Abbruch längst überfällig. Eine Quotientenregel käme uns zwar zu Gute, aber ich lehne sie dennoch ab, weil manche Vereine bei nur drei, vier Spielen stehen – wir hingegen haben alle möglichen Partien absolviert. Klar, für die Jungs ist es schade, und wir würden uns auch nicht wehren, wenn wir aufsteigen würden. Letztlich haben wir den Aufstieg aber vor der Saison auch nicht angepeilt. Von daher ist es auch nicht allzu schlimm.“

Etwas anderer Meinung ist da Trainer Ralf Milbrandt. Der Coach des Kreisligisten SG Westerholz/Hetzwege sagt zwar auch, dass der Abbruch die „beste Lösung“ sei und es „keine andere Möglichkeit“ gäbe, doch würde er die Spielzeit durch die Quotienregelung werten lassen. „Der Erstplatzierte würde nach der Rechnung in die Bezirksliga hochgehen, die drei letzten Mannschaften entsprechend absteigen. So ist es in der Ausschreibung extra vermerkt. Dann muss nun auch mit aller Konsequenz gewertet werden“, findet er.

Einen ganz anderen Weg würde Thomas Heidler, Trainer des Bezirksligisten VfL Visselhövede, gehen: „Die Tabellen sollte man jetzt einfrieren. Damit erhalten die Mannschaften, die sich die Punkte bislang so zahlreich erarbeitet haben, die Chance, das ab Herbst fortzuführen. Bei einer Annullierung der unterbrochenen Saison und einem Start einer komplett neuen Spielzeit weiß keiner, wie diese aufgrund der Pandemie verläuft. Diese Saison mit einer Quotientenregelung zu bewerten, geht schon aufgrund der verschiedenen Anzahl gespielter Partien nicht.“

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