RSV gestern Abend nach 0:1 gegen Meppen aus dem NFV-Pokal raus / „Super verkauft“

Niestädts Fehler entscheidet Partie

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RSV-Kapitän Tim Ebersbach (r.) überzeugte mit nimmermüdem Einsatz, wie hier gegen Meppens Janik Jesgarzewski.

Rotenburg Von Matthias Freese und Mareike Ludwig - Hätte, wenn und aber – alles egal. Ein individueller Fehler von Jannis Niestädt hat gestern Abend die Viertelfinalpartie im NFV-Pokal zugunsten des Fußball-Regionalligisten SV Meppen entschieden. Bei der 0:1 (0:1)-Heimniederlage des Rotenburger SV war der Innenverteidiger des Oberligisten die tragische Figur vor rund 350 Zuschauern. „Ärgerlich, aber so was passiert“, meinte Mittelfeldakteur Kevin Klützke.

Die Fans des SV Meppen feierten hinterher ihren Trainer Christian Neidhart. Doch der wusste durchaus, dass sich sein Team nach einer dominanten ersten Hälfte fast noch um den Lohn gebracht hätte: „In der ersten Halbzeit haben uns die Rotenburger zu viel Raum gelassen, in der zweiten haben sie gesehen, dass mit mehr Mut durchaus was möglich ist. Solange es 1:0 steht, kann immer was passieren – wir konnten den Sack nicht rechtzeitig zumachen“, resümierte er.

Schrecksekunde: Kevin Klützke war hängengeblieben.

Mit seiner Analyse lag er richtig. Meppen machte von Beginn an Druck, der RSV hatte große Mühe mit dem Tempo des Viertligisten, der Keeper Henner Lohmann mächtig beschäftigte. Fünf dicke Chancen allein in den ersten zwölf Minuten untermauern, dass Meppen früh alles klar machen wollte. Und doch musste Rotenburg kräftig mithelfen. Niestädt verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum an Max Kremer, Viktor Maier war kurz darauf ebenfalls nicht zu stoppen und erzielte die Führung (24.). Ob auch Maiers Kopfball in der 32. Minute hinter der Linie war oder vom aufmerksamen Lohmann vorher abgefangen wurde, wird sich nicht mehr klären lassen – Referee Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) ließ weiterspielen.

Wenige Minuten später die nächste Schrecksekunden, als Kevin Klützke beim Freistoß im Boden hängenblieb, nach kurzer Behandlung aber weitermachen konnte. Bis zur Pause schwamm sich der RSV allmählich frei, um sich nach der Pause auf Augenhöhe zu befinden. Zwischen der 59. und 61. Minute besaßen Christoph Drewes, insbesondere Jelle Röben aus der Nahdistanz und Klützke aus der Ferne beste Möglichkeiten zum Ausgleich. Meppen kam nur noch durch einen Kopfball von Kevin Landgraf an den Pfosten gefährlich vors RSV-Tor. Auch schlich sich eine gewisse Unsicherheit ein, die die Gastgeber nicht zu nutzen wussten. Atilla Iscan war lange Zeit als einzige Sturmspitze auf sich allein gestellt, rackerte auch viel, aber ohne Effektivität.

„Wir haben uns super verkauft und gehofft, dass da noch einer durchrutscht“, meinte Kevin Klützke. Coach Jan Fitschen war trotz des Ausscheidens alles andere als schlecht gelaunt: „Aufgrund der ersten Halbzeit geht Meppens Sieg in Ordnung, da haben wir eine Lehrstunde in Sachen Zweikampfverhalten erhalten. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Was sie in der zweiten Halbzeit gerade läuferisch abgeliefert hat, war à la bonheur. Aus dem Spiel ziehen wir Selbstvertrauen“, stellte der 32-Jährige fest und hofft, jetzt am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück II die Ernte einzufahren.

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