Verdacht auf Jochbeinbruch

RSV geschockt: Potratz beim 1:3 in Hagen schwer verletzt

Bitter für Tim Potratz: Er stand gegen Hagen erstmals nach langer Pause in der Startelf und verletzte sich schwer. - Foto: Freese
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Bitter für Tim Potratz: Er stand gegen Hagen erstmals nach langer Pause in der Startelf und verletzte sich schwer.

Rotenburg - Tim Ebersbach war auch lange nach dem Abpfiff noch „völlig niedergeschlagen“. Grund hierfür war nicht die 1:3 (1:0)-Niederlage seines Rotenburger SV beim FC Hagen/Uthlede, dem Spitzenreiter der Fußball-Landesliga.

Vielmehr machte sich der Coach Sorgen um seinen Mittelfeldakteur Tim Potratz, für den die Partie nach 45 Minuten im Bremerhavener Krankenhaus endete – Verdacht auf Jochbeinbruch und mehr, berichtete Ebersbach von der ersten Diagnose am Platz.

Potratz hatte nach seiner Kreuzbandverletzung, die ihn Monate außer Gefecht gesetzt hatte, erstmals wieder in der Startelf gestanden. „Er hat sich so toll herangekämpft und war der beste Mann auf dem Platz. Er hat jeden Zweikampf gewonnen und die Bälle in die Schnittstelle gespielt“, bescheinigte der Coach seinem Sechser. 

Doch unmittelbar vor der Pause rasselte der 26-Jährige mit einem Hagener im Luftduell zusammen. „Der hat ihn nicht gesehen und ist ihm mit voller Wucht ins Gesicht gesprungen. Das Knacken hat man über den ganzen Platz gehört“, berichtete Ebersbach.

Chwolka mit der Führung

Kurz zuvor war der RSV durch Yannick Chwolka in Führung gegangen (44.), nachdem der Ball vom Oberschenkel des Hagener Innenverteidigers Axel France in den Lauf des Rotenburgers gesprungen war. „Hagen war zwar feldüberlegen, die größeren Dinger hatten wir aber. Die Führung war nicht unverdient“, fand Ebersbach. Vor allem Potratz und Lucas Chwolka agierten sehr effektiv vor der Abwehr, vorne arbeiteten die Spitzen Atilla Iscan und Yannik Malende gut zusammen.

Die schwere Verletzung hinterließ aber Eindruck beim RSV. „Wir waren in Schockstarre. Das war sportlich und von der Mentalität her spielentscheidend“, meinte der Coach und räumte ein: „In der Summe war es ein völlig verdienter Sieg für Hagen. Aber das Ergebnis interessierte uns auch nicht mehr.“ Justin Dähnenkamp (55.) sowie Christoph Müller mit einem Doppelpack (67./78.) drehten die Partie auf dem schlecht bespielbaren Platz denn auch zugunsten der Gastgeber. „Mit dem 1:1 haben sie ein Übergewicht bekommen und auch die Lufthoheit besessen. Tim konnten wir von der Leistung her nicht ersetzen“, stellte Ebersbach fest.

Schon vor der Partie hatte Tobias Kirschke mit Adduktorenproblemen das No-Go gegeben, im Spiel kassierte Yannick Chwolka seine fünfte Gelbe Karte. Innenverteidiger Jannis Niestädt ist auch in der Nachholpartie gegen die SV Drochtersen/Assel II am Mittwoch (18.45 Uhr, Ahe-Stadion) noch gesperrt. Keine guten Voraussetzungen, zumal auch Kapitän Kevin Klützke angeschlagen ist.

maf

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