TuS Westerholz und Germania Hetzwege bilden eine Spielgemeinschaft

Gemeinsame Sache

Ein gutes Motto für das Projekt der SG Westerholz/Hetzwege: „Erfolg beginnt im Kopf“, finden auch Kai Behrens (links) und Mark Wulfmeyer von den beiden beteiligten Vereinen. 
Foto: Freese
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Ein gutes Motto für das Projekt der SG Westerholz/Hetzwege: „Erfolg beginnt im Kopf“, finden auch Kai Behrens (links) und Mark Wulfmeyer von den beiden beteiligten Vereinen. Foto: Freese
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Westerholz/Hetzwege – Die Sportplätze liegen gerade mal 3,6 Kilometer auseinander, zwischen den beiden Ortschaften befindet sich außer Feldern eigentlich nur die große Sandkuhle an der K  219. Warum also nicht die Kräfte bündeln und Synergieeffekte nutzen? Im Jugendbereich machen der TuS Westerholz (1951 gegründet) und der SV Germania Hetzwege/Abbendorf (1922 gegründet) das schließlich bereits seit 50 Jahren, bei den Altherren ebenfalls schon einige Zeit. Nun starten die Vereine künftig auch im Herrenbereich gemeinsam – als SG Westerholz/Hetzwege. „Die Arbeit fängt jetzt erst an“, sagt der Westerholzer Fußball-Obmann Mark Wulfmeyer und freut sich darauf.

Irgendwie war der Gedanke schon länger präsent. „Diese Rivalität, die wir früher mal hatten, die gibt es ja nicht mehr“, betont Wulfmeyer. Und Kai Behrens, der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter der Hetzweger, gesteht: „Westerholz ist als Fusionspartner immer unsere erste Adresse gewesen.“ Die Spieler würden sich im Regelfall bereits aus der Jugend kennen, auch wenn sich die Wege mit dem Übergang in die Herren mitunter trennten – jeder landete dann absprachegemäß, aber nicht immer freiwillig, bei seinem Heimatverein. „Da gab es auch jedes Mal Diskussionen, weil man den Jungs sagen musste, du musst da und da spielen“, ist Behrens froh, dass das künftig entfällt. Eine Zusammenarbeit beider Vereine hatte sich übrigens bereits vor der abgebrochenen Saison angekündigt, als Hetzwege seine zu dünn besetzte zweite Mannschaft beim TuS Westerholz eingliederte.

Während die Frauen hingegen weiterhin als TuS Westerholz spielen, treten bei den Herren künftig vier Mannschaften an: Die Erste in der Kreisliga wird von Ralf Milbrandt gecoacht, die Zweite in der 2. Kreisklasse (die Liga, die Hetzwege mit in die SG einbringt), übernimmt Nico de Vries. Für die Dritte (3. Kreisklasse) ist Mark Wulfmeyer verantwortlich, für die Vierte (4. Kreisklasse) Markus Indorf. „Wir wollen ganz bewusst eine flexible Durchlässigkeit in den Teams haben“, sagt Behrens und stellt direkt klar: „Auch der Hetzweger Kader hat Qualität, sodass fünf Spieler zur künftigen Ersten stoßen.“ Dabei handelt es sich um Lukas Galts, Jan-Christoph Galts, Henrik Meibohm, Arne Behrens und Sascha Lauridsen.

Andreas Galts neuer Torwart-Trainer

Und die Hetzweger können noch mit einem personellen Kracher für den Trainerstab aufwarten: Andreas Galts, für den Rotenburger SV früher sogar in der Oberliga im Kasten, übernimmt das Torwarttraining für die gesamte Abteilung und unterstützt somit Paul Hädecke, der weiter für die Keeper der Ersten zuständig ist.

„Perspektivistisch gesehen wollen wir erfolgreichen Fußball spielen und ein bisschen was bieten“, nennt Kai Behrens eines der Ziele. Das könnte in Zukunft auch gerne mal eine Liga höher sein – wenngleich auf Bezirksebene Spielgemeinschaften nicht gestattet sind. Aber auch darauf ist die SG Westerholz/Hetzwege vorbereitet. „Wir machen jetzt erst mal die SG und gucken uns das eine Zeit lang an. Aber wir würden das nicht machen, wenn wir nicht das Ziel hätten, mehr daraus zu machen.“ Heißt: Auf Dauer könnte ein neuer Fußballverein entstehen, so wie in der jüngeren vergangenheit schon mit dem Veeser FC oder dem FC Nordheide.

Von Matthias Freese

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