Santl denkt nach Attacke an Rücktritt

Gelöschte Wut via Facebook

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Nach der Facebook-Attacke ist Bernd Santl, Coach der RSV-Reserve, sauer, aber auch nachdenklich geworden.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Paul Metternich ist für deftige Worte bekannt. Doch dieses Mal ist der Marketing- und Sicherheitsbeautragte des Rotenburger SV wohl zu weit gegangen – das musste er sogar selbst eingestehen.

Ein Wutausbruch in Form eines inzwischen von ihm gelöschten Facebook-Kommentars mündete jedenfalls in der Rücktrittsankündigung von Bernd Santl, dem Coach der zweiten Herren aus der Fußball-Bezirksliga.

Auslöser war die Umwertung der Partie zwischen dem TV Stemmen und der RSV-Reserve, die mit Cedrick Sackmann einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte und die Partie nachträglich mit 0:5 verlor statt mit 4:2 gewann. Metternich hatte daraufhin am Donnerstag unter einen auf Facebook verlinkten Artikel unserer Zeitung den Fauxpas als „Halbwissen und Dümmlichkeiten von ahnungslosen Hansels“ deklariert und den Trainer angegriffen. 

„Das war nicht in Ordnung, das tut mir leid, es war ein gravierender Fehler von mir, der aus Wut und Emotion heraus passiert ist“, reagierte Metternich am Tag danach ungewohnt reumütig. Noch am Abend hatte er seinen Beitrag gelöscht.

Für Santl, der das Team vor der Saison aus der Not heraus übernommen hatte, scheint die Sache damit nicht ausgestanden zu sein. „Muss ich mir diese Beleidigungen gefallen lassen?“ fragte er, wollte sich sonst jedoch nicht äußern. Ob er Sonntag im Heimspiel gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck auf der Bank sitzen werde, ließ er ebenfalls offen. Co-Trainer Alexander Bese reagierte ähnlich: „Ich möchte dazu nichts sagen“, teilte er mit.

Thorsten Nitz, zweiter Vorsitzender des RSV, bestätigte Santls Rücktrittsankündigung: „Das hat er im ersten Ärger gesagt. Ich gehe aber davon aus, dass Bernd und Alex am Sonntag an der Linie stehen und wir uns einig werden.“ Zudem kündigte Nitz an, intern zu schauen, „wie wir da weiter verfahren“.

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