„Es geht um den Klassenerhalt“

Visselhövede plant nach dem Aufstieg die Kreisliga-Saison

Ausgelassene Stimmung nach dem Abpfiff: Marcel Fischer (vorne) fungiert als Einheizer und seine Teamkollegen des VfL Visselhövede steigen in die Gesänge mit ein. - Fotos: Hagemann

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Die Fußballer des VfL Visselhövede haben das Feiern definitiv nicht verlernt. Nach zuvor zwei Abstiegen in Folge hat die Mannschaft nun mit einem 8:0-Kantersieg gegen den SV Hamersen auf eigenem Platz die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse Süd und damit den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga gefeiert.

Die Party-Tricks seiner Spieler bekam auch Peter Norden zu spüren: Er bekam eine Bierdusche. „Eigentlich hatte ich immer aufgepasst. Aber irgendwie gehört es auch dazu“, sagte der Visselhöveder schmunzelnd. Aus den Feierlichkeiten hielt sich Fußball-Boss Claas Bargfrede heraus. Vielmehr richtet er den Blick langsam schon wieder nach vorne.

Denn der Abteilungsleiter liebt es laut eigener Aussage, weit im Voraus zu planen. Auch deshalb holte der Verein bereits Anfang November einen neuen Trainer für die kommende Saison. Jörg Beese übernimmt nach der Sommerpause an der Seitenlinie. Sein Vorgänger Peter Norden, vor eineinhalb Jahren eingesprungen, übergibt dann nach seinem dritten Aufstieg seiner Karriere. Bereits heute soll der zukünftige Coach das letzte Training der Spielzeit leiten. Norden geht ohne Nebengeräusche. „Mein Nachfolger bekommt auf jeden Fall eine sehr gute Mannschaft, die auch sehr pflegeleicht ist.“ Der erfahrene Coach hat das Augenmerk seiner Arbeit vor allem auf die Defensive gelegt – mit Erfolg. „Ein ganz großes Dankeschön an Peter. Toll, wie er das Team führt“, lobte Bargfrede.

Hoch lebe Peter Norden: Der scheidende Trainer wird von seinem Team gefeiert. Die Bierdusche folgt.

Nach dem freien Fall aus der Bezirksliga in die 1. Kreisklasse hat sich die Mannschaft wieder gefangen – und wurde mit Jannes Bade, Ole Bruns, Patrick Peter und Marcel Fischer vor allem offensiv verstärkt. 101 Treffer in der Spielzeit sind ein deutlicher Qualitätsnachweis. Diese Stärke soll auch eine Liga höher erhalten bleiben. Immerhin bleibt der gesamte Kader zusammen – keiner verlässt den Meister. „Das ist immer ein gutes Zeichen“, findet Bargfrede. Und Norden fügt an: „Der Zusammenhalt stimmt bei den Jungs.“

Ein wenig anders soll der Kader zum ersten Kreisliga-Spieltag am 12. August aber doch aussehen. „Wir sind mit zwei, drei Spielern in Kontakt“, verrät Bargfrede, der gerne in der nächsten Woche bei einigen Vollzug vermelden möchte. Eines ist dem Abteilungsleiter und ehemaligen Leistungsträger klar: „Wir brauchen noch auf ein paar Positionen Alternativen.“ Es wurde in den vergangenen Wochen deutlich, dass es bei „Vissel“ zäh wird, wenn Leistungsträger ausfallen. Deshalb kam der Verfolger FC Walsede sogar noch einmal auf vier Zähler heran. „Bei uns in der Mannschaft sagt aber auch keiner, dass er keine Neuzugänge will“, bemerkt Bargfrede. Der Meister hätte übrigens einige Talente vor der eigenen Tür. Die JSG Heidetor – die Jugend-Spielgemeinschaft der Vereine rund um Visselhövede – läuft mit der U 18 aktuell in der Bezirksliga auf. Allerdings verstärken die Spieler demnächst fast geschlossen den MTV Jeddingen. „Da haben die ihre Hausaufgaben einfach besser gemacht als wir“, gibt der Fußball-Boss zu.

Aus den Misserfolgen zwischen 2015 und 2017 haben die Verantwortlichen einige Lehren gezogen. So gehen sie auch ohne die ganz große Erwartungshaltung in die kommende Saison. „Es geht für uns um den Klassenerhalt“, betont Bargfrede. Er sagt jedoch auch: „Das Umfeld will aber gerne auf Dauer wieder in die Bezirksliga.“

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