Visselhövede macht es Spitzenreiter Bassen schwer, unterliegt aber mit 0:2

Lob vom Gegner – für Norden „das Schlimmste“

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Bassens Keeper Christian Rathjen begräbt den Ball unter sich – Visselhövedes Ruslan Ostaev und Adam Rosynek (dahinter) kommen zu spät, Marten Schwarz dreht bereits ab. ·

Visselhövede - Von Matthias Freese. Nein, es war nicht die 0:2 (0:1)-Niederlage, die Peter Norden am meisten nervte: „Das Schlimmste ist: Jeder lobt dich. Ich kann’s schon nicht mehr hören“, haderte der Trainer des VfL Visselhövede.

Auch Marco Holsten, Coach des TSV Bassen, hatte nach der Partie in der Fußball-Bezirksliga betont: „Das war ein starker Gegner, der völlig zu Unrecht da unten steht.“ Die Punkte ließ sein ungeschlagener Spitzenreiter trotzdem nicht bei den Heidestädtern. Und die zieren damit weiterhin das Tabellenende.

Holstens schwierigste Aufgabe dürfte nicht der Titelgewinn sein, sondern seinen Jungs die einfachsten Benimmregeln immer wieder einzubläuen. Etwa Fikret Karaca, seinem routinierten Kapitän, dem in der 16. Minute nach einer Ecke das 1:0 per Kopfball gelungen war. Er verabschiedete sich nämlich frühzeitig, nachdem Referee Tim-Lennart Stockhaus (TuS Nenndorf) in der 85. Minute Rot gezogen hatte. „Du bist doch nicht ganz dicht“, hatte Karaca – für alle klar zu verstehen – seinen Gegenspieler Kai Jager angeraunzt. Auch untereinander waren sie sich beim Tabellenführer nicht immer grün. Da fühlte sich Mirko Lüders „wie im Kindergarten“ und brüllte seinen Verteidiger Mark Moffat an: „Konzentrier’ dich aufs Fußballspielen.“ Coach Holsten kommentierte es gelassen: „Wir haben halt ein paar Heißsporne.“

Kicken können die Grün-Weißen allerdings auch recht gut. Immer wieder versuchten sie es mit langen Bällen über die Visselhöveder Abwehr, die zwar wegen so mancher Abseitsstellung oftmals abgepfiffen wurden, angesichts der Bassener Schnelligkeit jedoch etliche Male für große Gefahr sorgten. Und letztlich auch zum 2:0 führten. Moffats Pass aus der eigenen Hälfte fand im vorgerückten Abwehrkollegen Kevin Sammann einen dankbaren Abnehmer (69.), zumal „Vissels“ Defensive einschließlich des sonst sicheren Keepers Michel Brückner zu zögerlich agierte. „Es war klar, dass wir das 2:0 machen. Dafür spielen die zu offensiv“, analysierte Bassens Co-Trainer Andreas Borchert nach dem Tor.

In der Tat hatten die Gastgeber insbesondere mit dem Wiederanpfiff auf den Ausgleich gedrängt und waren immer wieder vor dem Kasten von Christian Rathjen aufgetaucht. Eugen Maier und Adam Rosynek waren jedoch nicht durchschlagskräftig genug. „Vielleicht fehlt uns Mariusz Szymanski da vorne doch“, vermisst Peter Norden seinen gesperrten Stürmer, attestierte seinen Jungs aber auch eine starke kämpferische Leistung.

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