Gegen Meppen muss der RSV improvisieren / Niestädt überrascht

Ausgerechnet vorm Pokal-Hit geht die Zentrale am Stock

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Chance genutzt: Jannis Niestädt ist plötzlich Stammkraft.

Rotenburg - Lang, lang ist es her: Vor mehr als zehn Jahren standen sich der aktuelle Regionalligist SV Meppen und der Rotenburger SV das letzte Mal gegenüber – in der damaligen Oberliga-Niedersachsen/Bremen. Mit 0:2 endete der Ausflug ins Emsland am 19. März – ein Ergebnis, dass beim Wiedersehen beider Clubs, morgen um 18.30 Uhr im Ahe-Stadion, standesgemäß wäre. Und doch: Im Viertelfinale des NFV-Pokals will der gastgebende Fußball-Oberligist von der Wümme mehr – er will ins Halbfinale. „Für uns muss an diesem Tag aber schon alles passen. Da kommt ein ganz dicker Brocken auf uns zu“, weiß Trainer Jan Fitschen die Chancen realistisch einzuschätzen.

Meppens letzter Auftritt im Ahe-Stadion endete am 5. Oktober 2003 übrigens mit einem 0:0 – RSV-Kapitän Tim Ebersbach war seinerzeit schon dabei, bei den Gästen wiederum Jens Robben, der nach Abstechern zu RW Oberhausen, Eintracht Trier und dem BFC Dynamo seit vier Jahren wieder als Leistungsträger für den Traditionsclub aufläuft. Auch sonst ist der Vorjahresvierte von Coach Christian Neidhardt gut bestückt, auch wenn der Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen (Sonntag gab’s ein 1:2 gegen den VfB Oldenburg) nicht sonderlich erfolgreich verlief.

Im Gegensatz zu dem des RSV. Nach sechs Punkten aus drei Partien sollte eigentlich beste Stimmung herrschen. Und doch ist Jan Fitschen angesichts des Termins und der Personallage nicht nur gut gelaunt. „Englische Woche? Das ist schon milde ausgedrückt. Da sind ja nur zwei Tage zwischen unseren Spielen“, bemerkt er. So bittet er heute nur zu einer leichten Trainingseinheit – „und dann gucken wir, wer noch geradeaus laufen kann.“ Dragan Muharemi vermutlich nicht – er war beim 3:0 gegen den SC Spelle-Venhaus mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgeschieden. Auch Kevin Klützke musste vor dem Abpfiff mit einem dicken Knöchel raus, Tobias Kirschke fehlte ohnehin wegen eines Muskelfaserrisses. Da auch Herman Puhmann und Fesih Celik krank ausfielen und Tim Ebersbach angeschlagen auflief, stellt Fitschen bereits fest: „Die Zentrale geht am Stock.“

Wie gut, dass Offensivkraft Atilla Iscan bei seinem Debüt zu überzeugen wusste, wie gut aber auch, dass die Defensive steht. Insbesondere der aus der 2. Kreisklasse gekommene Neuzugang Jannis Niestädt überrascht als neue Stammkraft in der Innenverteidigung. „Man sieht schon, dass er in der Jugend höher gespielt hat. Er hat den Kampf angenommen und seine Chance genutzt. So schnell geht das“, lobt auch Fitschen den 19-Jährigen.

maf

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