0:1 in Uphusen / Einen Strafstoß pariert Mensing, beim zweiten ist auch er machtlos

Rot gegen Lohmann – RSV in Rage

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RSV-Keeper Henner Lohmann sieht Rot und muss den Platz verlassen, obwohl der Unparteiische schon zuvor auf Tor hätte erkennen müssen. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseUPHUSEN · Henner Lohmann verstand die Fußball-Welt nicht mehr: „Natürlich berühre ich ihn“, räumte der Keeper des Rotenburger SV ein. Aber Foul, sogar Strafstoß und Rot gegen ihn, so wie es Referee Patrick Mewes (Spvgg Laatzen) kurz vor der Halbzeit im Derby der Fußball-Oberliga beim TB Uphusen entschied? Lohmann konnte es nicht fassen. Das angebliche Foul gegen David Airich brachte nicht nur ihn in Rage. Trotzdem benötigte der Turnerbund zwei Elfmeter, um die in Unterzahl tapfer kämpfenden Wümmestädter mit 1:0 (0:0) zu bezwingen.

„Ich habe keine Lust mehr, mich darüber aufzuregen“, erklärte RSV-Coach Benjamin Duray die Angelegenheit unmittelbar nach Spielschluss für beendet. Für seine Jungs war sie es allerdings noch nicht. „Ist das eine Notbremse?“ fragte Abwehrchef Christoph Drewes rein rhetorisch. „Das hat uns das Spiel gekostet.“ Das Pikante an der Szene aus der 45. Minute: Airichs Torschuss hatte die Linie bereits klar überschritten, bevor Lohmann versuchte, mit der Hand noch zu klären. Das beweisen auch Fotoaufnahmen. Schiedsrichter-Assistent Nils Voigt hatte jedoch nichts angezeigt. „Machen die die Augen auf, geht es mit Anstoß weiter. Frechheit“, ereiferte sich Lohmann. „Ich hätte lieber das Tor gefressen und zu elft weitergespielt“, meinte auch Christoph Drewes. Und Uphusens Trainer Andre Schmitz sah es ähnlich: „Da wir den Elfer nicht nutzen konnten, hat er Rotenburg nur aufgebaut!“

Die Rote Karte gegen Lohmann, sie sorgte gleichzeitig für den großen Auftritt des eingewechselten Ersatzkeepers Lukas Mensing. Der parierte nicht nur den ins rechte Eck getretenen Strafstoß von Marco Wahlers („Er ist ein bisschen komisch angelaufen, außerdem war es meine starke Ecke“), sondern auch den Nachschuss von Oktay Yildirim.

Auch wenn Mensing in der zweiten Halbzeit weitere Glanztaten folgen ließ, musste er doch ein Mal hinter sich greifen. Erneut lag Airich am Boden, erneut zeigte Schiedsrichter Mewes auf den Punkt, erneut protestierten die Rotenburger so vehement, dass sich Auswechselspieler Jan Fitschen Gelb einhandelte, weil er den Platz betrat. Dieses Mal trat Mateusz Peek an und verwandelte sicher (67.), während Drewes, der das Foul begangen hatte, ehrlich einräumte: „Ich spiele zwar auch ein bisschen den Ball, aber ich treffe ihn. Deshalb bin ich ja schnell abgehauen, um nicht noch Gelb-Rot zu kriegen.“

Der RSV war auch fortan trotz der Unterzahl ein nahezu ebenbürtiger Gegner, wenngleich er kaum noch in den Strafraum des Achimer Stadtteil-Clubs eindrang. Coach Benjamin Duray riskierte dabei alles, stellte auf eine Dreierkette in der Abwehr um und verhalf Stürmer Andrej Edel aus der Reserve zu seinem Oberliga-Debüt. Nach einem Solo von Drilon Demaku rutschte dieser allerdings aussichtsreich vor dem Sechzehner weg (86.). Demaku hatte sich übrigens in der Schlussphase wegen Meckerns seine zehnte Gelbe Karte eingehandelt und ist für die nächste Partie gesperrt.

„Wenn man die Summe der Entscheidungen nimmt, ist es natürlich bitter“, stellte Duray fest. Dennoch betonte er: „Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt, haben gut gestanden und waren auch in der zweiten Halbzeit sehr laufbereit. Kompliment an die Mannschaft. Für sie tut es mir leid, dass das Spiel so einen Werdegang hatte.“

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