Gegen Herne haben die Hurricanes noch nie gewonnen / „Platz ist mir egal“

Geht da vielleicht was?

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Katarina Flasarova trifft auf ihren alten Club – und kann Coach Christian Greve vielleicht den einen oder anderen Hinweis geben.

Rotenburg - Angst ist ein schlechter Berater – und doch ist es nachvollziehbar, wenn die Avides Hurricanes zumindest mit einer Portion Respekt in die Heimpartie gegen den Herner TC gehen. Nicht unbedingt, weil die Damen aus dem nördlichen Ruhrgebiet Platz zwei einnehmen, sondern vielmehr, weil sie die bisherigen drei Vergleiche in der 1. Basketball-Bundesliga gegen die Hurricanes für sich entschieden haben. „Herne ist deutlicher Favorit“, erklärt Coach Christian Greve vor dem Spiel in der Pestalozzihalle. Tipp-off ist morgen um 18.30 Uhr.

83:94 auswärts im November 2012, 63:80 zu Hause im Februar 2014 sowie 58:75 beim jüngsten Vergleich im November 2014 in Herne – so lauteten die bisherigen Aufeinandertreffen. Damit ist Herne neben dem TSV Wasserburg auch der einzige Gegner, gegen den die Hurricanes in dieser Saison noch nicht erfolgreich waren. Christian Greve weiß aber auch, dass es im Hinspiel vor allem an seinem Team lag, dass es so deutlich wurde. „Da haben unsere Leistungsträger bis auf Laura Rahn ihre Leistung nicht abgerufen.“ Vor allem Katarina Flasarova wirkte damals an alter Wirkungsstätte sehr gehemmt.

Was Greve jedoch positiv stimmt, ist der aktuelle Leistungstrend. Das Zwischentief scheint überwunden. „Wir haben in der Verteidigung ganz gut in den Modus gefunden, haben die Wurfflaute auch ad acta gelegt und sind wieder in der Spur“, betont der Coach.

Zwei Talente sind aber weiterhin nicht dabei: Hannah Pakulat fällt aufgrund einer Schulterprellung, einhergehend mit einer Schleimbeutelentzündung, aus, Clara Schwartz plagt sich mit einer Kapsel- und Syndesmosebandzerrung sowie einer Bänderdehnung herum. Denkbar aber, dass sie eine Woche später bei NB Oberhausen wieder einsatzbereit sind. Zum Abschluss der regulären Punktspielrunde kommt noch der SV Halle nach Scheeßel – spätestens danach steht fest, auf welchen Rang die Hurricanes in die Play-offs gehen.

Derzeit liegen sie auf Platz fünf, aber auch Platz vier ist noch möglich. „Die letzten drei Spiele sind keine Selbstläufer“, betont Greve und erklärt: „Eigentlich ist mir das egal, auf welchen Platz wir in die Play-offs starten. Ich will, dass wir gute Spiele abliefern und uns nicht unnötig auf Druck einlassen, den wir nicht haben. Wir müssen nicht Vierter werden.“ Dagegen hätten sie bei den Hurricanes freilich auch nichts, denn als Vierter würden sie die Play-offs mit einem Heimspiel beginnen.

Ebenso wenig wie die endgültige Platzierung ist bisher auch die Vertragsverlängerung von Greve klar. „Wir haben die beiderseitigen Positionen abgeklopft und austariert“, sagt der Coach – kann aber noch nicht abschätzen, ob es wie geplant noch in diesem Monat zur Einigung kommt.

maf

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