3:0 gegen Drochtersens Reserve / Abwehrspieler verwandelt Elfmeter / Starker Auftritt von Baris

Kiels Premiere bei höchstem Sieg

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Und wieder am Boden: Ercan Baris holte die meisten Fouls für den RSV heraus – eines davon führte schließlich auch zum 2:0 kurz vor der Pause.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Jan Fitschen absolvierte einen verbalen Marathon in 90 Minuten – sein Mund stand kaum still. „Kommt Männer, weiter, weiter“, trieb er sein Team von außen an, kommentierte jede Aktion und lobte immer wieder: „Sehr gut! Stark!“ Der Coach des Rotenburger SV konnte sich gar nicht satt sehen am Auftritt seiner Landesliga-Fußballer, die vor 60 Zuschauern im Ahe-Stadion den höchsten Saisonsieg erzielten – 3:0 (2:0) gegen die Reserve der SV Drochtersen/Assel.

Der RSV rückte damit bis auf vier Punkte an Spitzenreiter FC Hagen/Uthlede heran. Und einer hatte hinterher besonders gute Laune. „Haste gesehen, wie sicher? Eiskalt!“, grinste Andy Kiel und meinte seinen Elfmeter, den er direkt vor dem Pausenpfiff nach einem Foul von Lennard von Dollen an Ercan Baris verwandelt hatte (45.+1). Für Kiel war es gleichzeitig eine Premiere, „es war sein erstes Tor im Herrenbereich“, verriet sein Coach. Nachdem Kapitän Kevin Klützke den letzten Rotenburger Strafstoß in der Partie bei Jahn Schneverdingen verschossen hatte, war klar gewesen, dass für diesen Job Ersatz her musste. „Und ich habe noch nie einen verschossen“, erklärte Kiel, warum vieles für ihn sprach.

Auch sonst lief an diesem Tag alles für den RSV, obgleich der auf die Dienste der gelb-gesperrten Stammkräfte Christoph Drewes, Jannis Niestädt und Tobias Kirschke verzichten musste. Die frühe Führung per Kopfball durch Tim Ebersbach – nach perfekter Flanke von Klützke – spielte den Gastgebern in die Karten (13.). Anschließend kam noch das nötige Glück hinzu, als ein Schuss von Mike Pye vom Innenpfosten wieder heraussprang (16.) und Keeper Henner Lohmann im Zusammenspiel mit der Latte einen Schuss von Michel Junge entschärfte (18.). Anschließend blieb die Regionalliga-Reserve harmlos.

Gefährlich wurde es für Drochtersen indes, wenn Ercan Baris am Ball war. Der linke RSV-Flügelflitzer holte diverse Fouls heraus und sorgte auch dafür, dass Gegenspieler Paul Kötz bereits nach einer guten halben Stunde gelb-rot-gefährdet vom Platz geholt wurde. „Ercan war konstant gut, von vorne bis hinten“, fand sein Coach. Ihm gefiel aber auch der Auftritt von Yannik Malende als hängende Spitze und vor allem die Leistung seines Routiniers Tim Ebersbach als Sechser. „Für mich ist er dort der Beste in der Liga. Ein Vorbild für alle jungen Spieler mit seiner Präsenz“, betonte Fitschen.

Auch die Umstellung in der Abwehr – an die Seite von Klützke rückte Timo Kanigowski in die Innenverteidigung – funktionierte problemlos. „In der zweiten Halbzeit hatten die doch keine Chance mehr“, stellte Andy Kiel treffend fest. „Und wir haben einen verdammt guten Fußball gespielt, die einfachen Dinge gemacht.“

Was hinzu kam: Dem RSV gelang es erstmals in dieser Saison, rechtzeitig den Deckel drauf zu machen – Atilla Iscan besorgte kurz nach seiner Einwechslung das 3:0, indem er von Dollen und Spielertrainer Hannes Schulz mit seiner Dynamik davonsprintete (76.). Kurz darauf hätte er sogar noch erhöhen können (78.), ebenso wie Malende (80.). Doch auch so war Jan Fitschen zufriedengestellt. So zufrieden, dass er sogar ein Kompliment für den in der Tat starken Referee Jonas Mirbach (SF Sahlenburg) übrig hatte: „Er hat das Spiel souverän geleitet.“

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