Hurricanes-Talent Stach glaubt an sich

Ihr Gefühl lässt Stach nicht im Stich

Am Mittwoch fliegt Lotta Stach mit der U18-Nationalmannschaft zur EM nach Sarajevo. Foto: DBB

Scheeßel - Lotta Stach ist ihrer Zeit quasi um ein Jahr voraus. Die 17-Jährige der BG ‘89 Hurricanes ist die einzige Spielerin des Jahrgangs 2002, die den Sprung in den U 18-Kader des Basketball-Nationalteams für die Europameisterschaft vom 5. bis 15. Juli in Sarajevo geschafft hat. Und Bundestrainer Stefan Mienack hält große Stücke auf den 1,77 Meter großen Guard aus Buchholz. „Wir planen mit Lotta bei der U 18-EM als jüngerer Jahrgang. In Sarajevo soll sie wichtige Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln, die ihr dann in den kommenden Jahren zugutekommen werden“, erklärt er auf Nachfrage.

Stach hatte sich nach ihrer überragenden U 16-EM im Vorjahr vorzeitig über den Nominierungslehrgang im Dezember in Heidelberg in den 16er-Kader des amtierenden U 18-Europameisters gespielt. In der Vorbereitung auf die Titelkämpfe in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina ließ sie in allen fünf Testspielen und dem Trainingscamp am Olympia-Stützpunkt Rhein-Main aufhorchen und buchte das EM-Ticket. „Sicher war ich mir natürlich nicht“, gesteht sie. „Aber ich hatte relativ früh den Eindruck, auf dem Niveau gut mithalten zu können. Nach dem Vier-Nationen-Turnier in Spanien, bei dem ich gute Spielanteile bekommen habe, hatte ich das Gefühl, ganz realistische Chancen für die Kadernominierung zu haben.“

Ihr Gefühl ließ Lotta Stach nicht im Stich. „Über ihre Athletik, die starke Defense, den Wurf von außen, ihren Einsatz und ihr Reboundverhalten hat sie sich einen Platz im Team erspielt“, bescheingt auch Mienack seinem Schützling einen starken Auftritt. „Auf jeden Fall möchte ich alles aufsaugen, was mir ein solches Turnier mit dem amtierenden Europameister bringt. Ich werde alles fürs Team geben, neben dem Feld und hoffentlich auch mit möglichst viel Spielzeit auf dem Feld. Ich glaube fest daran, dass ich der Mannschaft helfen kann. Vor allem werde ich viel lernen gegen Spielerinnen auf diesem Niveau“, ist Stach selbstbewusst und besonnen zugleich.

Bei der jetzigen EM soll sie vor allem hereinschnuppern, um im nächsten Jahr dann den nächsten Schritt zu machen – sprich in eine Führungsrolle reinzuwachsen. „In ihrem eigenen Jahrgang möchten wir Lotta als Leistungsträgerin aufbauen und glauben, dass sie das auch schaffen wird“, bestätigt Mienack.

Während ihre Mitspielerinnen bei den Hurricanes noch entspannen können, ist sie selbst seit Wochen weiter im Einsatz – und wird es auch bis Mitte Juli noch bleiben. Stress, vor allem körperlich? Nein, sagt Stach: „Unser Trainerteam achtet sehr auf individuelle Regenerationszeiten. Körperlich geht es mir wirklich bestens. Außerdem haben wir einen tollen Teamgeist, dabei auch viel Spaß, und somit bemerkt man den Stress gar nicht mehr so. Zudem habe ich ja auch nach der EM genügend Zeit zur Erholung.“

Aber auch genügend neue Erfahrungen im Gepäck. Da dürften womöglich auch die eigenen Erwartungen steigen, was die Einsatzzeit in der zweiten Liga für die Hurricanes angeht. Doch Lotta Stach bleibt ganz gelassen: „Erst einmal muss ich meine Leistung bringen. Natürlich ist es mein Ziel, mit den Erfahrungen auf dem Level einer U 18-EM im Team der Hurricanes mehr Verantwortung und Spielzeit durch gute Leistung zu bekommen. Momentan ist das allerdings noch sehr weit weg.“ Derzeit gilt die volle Konzentration schließlich der Europameisterschaft. Am Mittwoch hebt der Flieger Richtung Sarajevo ab. Kroatien, Italien und Belgien warten dort auf die Deutschen in der Vorrundengruppe.

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