Florian Klee gelingt das perfekte Kreisliga-Debüt

Der gefeierte Flügelflitzer

Und wieder hat Florian Klee getroffen: Während Scheeßels Mittelfeldspieler jubelnd die Fäuste ballt, mag Visselhövedes Außenverteidiger Jan-Niklas Wingerning gar nicht mehr hinschauen. - Foto: Freese

Scheeßel - Von Matthias Freese. Zur Feier des Tages schnappte sich Torwart Sebastian Bretzke den Wassereimer und leerte ihn über dem Kopf von Florian Klee aus. Pitschnass, aber bester Laune verließ der Goalgetter des SV Rot-Weiß Scheeßel den Platz Richtung Kabine – nach drei Toren zum Saisonstart und dem 5:2-Sieg des Kreisliga-Aufsteigers gegen den VfL Visselhövede feierten die Kicker aus dem Stadion Waidmannsruh den Mann des Spiels eben auf diese Art und Weise.

„Ich musste die Bälle doch nur noch reinmachen“, nimmt sich Klee selbst gar nicht so wichtig und betont: „Die Mannschaft hat es gut gemacht.“ Und doch stach der 21-Jährige von der rechten Mittelfeldseite aus einem gut harmonierenden Team hervor. Auch sein Trainer Sven Schumacher ist begeistert: „Florian hat nicht ohne Grund drei Tore gemacht. Er ist wahnsinnig schnell und hat die Antizipation. Er weiß, wo der Ball hinkommt.“ Und eben auch, wo er hingehört.

Für Klee war es in seinem dritten Herrenjahr ein perfektes Kreisliga-Debüt – mit einem dankbaren Gegner, der für den flinken Flügelflitzer einfach zu langsam war. Drei Mal reagierte dieser am schnellsten, drei Mal war er quasi ohne Gegenspieler, um den Ball ins Netz zu befördern. Er war fixer, obgleich er beim Warmmachen noch umgeknickt war.

„Vom Niveau her ist die Kreisliga aber schon etwas anderes, vor allem vom Körperlichen her“, sagt der gelernte Versicherungskaufmann, der demnächst ein Studium aufnimmt und sich nach seiner Ausbildung in den vergangenen Monaten auch eine viermonatige Auszeit in Australien und Neuseeland gegönnt hatte. „Mehr Travel als Work“, verrät er schmunzelnd. Den Rot-Weißen fehlte er deshalb in der Rückserie, der Aufstieg geriet auch kurzzeitig in Gefahr. Kein Wunder ohne den Torjäger, der in der Hinserie auf zehn Tore kam.

Zum Kreispokal-Finale im Juni war Florian Klee dann wieder zurück und hatte nun genügend Zeit, sich auf die neue Liga vorzubereiten. „Zunächst hatte er noch ein paar Anlaufschwierigkeiten“, berichtet sein Coach, der dem Mann mit den kurzgeschorenen blonden Haaren ebenso wie dessen Pendant Mike Sprenger auf der linken Seite „nach vorne alle Freiheiten“ einräumt – eben weil er sich auch defensiv auf seine Flügelzange verlassen kann.

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