Geburtstagskind feiert mit TuS Bothel 3:1-Sieg beim TuS Westerholz / Ludwig: „Das war’s für uns“

Meinke beschenkt sich selbst

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Autsch: Bothels Geburtstagskind Christoph Meinke (l.) wird hier von Westerholz’ Jan-Lüder Behrens gehalten. Am Ende hatten die Grün-Weißen im Spitzenspiel mit 3:1 das bessere Ende für sich.

Westerholz - Von Mareike Ludwig. Ein lautes „Jaaaaaaaaaaa, wie geil!“, war unter der Dusche in der Gäste-Kabine unüberhörbar zu verstehen. Die Kreisliga-Fußballer des TuS Bothel hatten so eben erfahren, dass ihr ärgster Konkurrent, der Zweitplatzierte TV Sottrum, Punkte liegengelassen hat. Seinen zweiten Verfolger, den TuS Westerholz, hatte der Spitzenreiter zuvor selbst mit 3:1 (2:1) besiegt und damit den Vorsprung auf Rang zwei wieder auf drei Punkte ausgebaut.

„Sicherlich ist der Sieg eine Vorentscheidung um den zweiten Platz. Wir haben jetzt schließlich acht Zähler mehr als die Westerholzer. Der endgültige Kampf um die Meisterschaft fällt meiner Meinung nach aber erst am allerletzten Spieltag“, erklärte Bothels Coach Peter Ullrich. Dem stimmte sein Pendant Peter Ludwig zu: „Das war’s für uns. Alles andere wäre Augenwischerei. Jetzt, wo der Druck weg ist, spielen wir in den kommenden Wochen hoffentlich wieder befreiter auf.“

Dass die Gastgeber dem Druck noch nicht ganz gewachsen sind, war vor allem zu Beginn der Partie zu spüren. Immer wieder bestimmten Fehlpässe den Spielaufbau, sodass die Botheler zunächst den Ton angaben. Bereits nach sieben Minuten ließ sich Goalgetter Cedric Ahrens nicht zwei Mal bitten und köpfte zum 1:0 ein. Kurz darauf hatte der Spitzenreiter Glück, dass Westerholz’ Keeper Torben Dittmer der schwach geschossene Strafstoß von Christoph Meinke doch noch unter dem Arm durchrutschte – 2:0 (14.). Zuvor hatte Torben Behrens den Torschützen zu Fall gebracht. Damit machte sich Meinke selbst das schönste Geschenk – der Spielmacher feierte gestern seinen 27. Geburtstag.

Mit der Zeit wachten die Platzherren aber auf und kamen durch Hans Wahlers (16.) und Jan-Philipp Thom (20.) zu ihren besten Chancen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit brachte Björn Banehr mit einem sehenswerten Volleyschuss die Westerholzer auf 1:2 heran (41.). „Durch den Anschlusstreffer haben wir den Gegner moralisch wieder aufgebaut und sind etwas ins Schwimmen geraten“, gestand Ullrich.

Die Gastgeber witterten indes wieder Morgenluft und ließen den Tabellenführer im zweiten Durchgang nicht mehr zur Entfaltung kommen. Immer wieder kurbelten die Ludwig-Mannen das Spiel nach vorne an. In der 71. Minute legte Jan Ostenfeld auf Wahlers ab. Die Westerholzer hatten sich bereits zum Jubeln positioniert, der Angreifer traf jedoch nur den Pfosten. „Wenn wir das 2:2 machen, bricht Bothel auseinander. So ein mega Ding dürfen wir nicht vergeben“, haderte Ludwig.

Während die Westerholzer noch ihrer Großchance hinterher trauerten, sorgte Sven Beyer auf der anderen Seite für die Entscheidung: Der Innenverteidiger netzte per Fallrückzieher zum 3:1 ein (75.). Glück für Bothel, dass der Unparteiische Danny Lem (TSV Groß Meckelsen) trotz des deutlich zu hohen Beins nicht das gefährliche Spiel abpfiff. „Den Treffer darf er niemals geben. Er haut Jan-Lüder Behrens fast den Kopf weg“, ärgerte sich der Coach. Ullrich war es egal: „Sicherlich wäre ein Remis gerecht gewesen. Unser Sieg stört mich aber natürlich nicht“, so der Trainer grinsend.

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