Zum Geburtstag seines Trainers besiegt der Rotenburger SV Bornreihe mit 3:1

Klee tütet das Geschenk ein

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Rotenburgs Kapitän Tobias Kirschke behauptet den Ball an der Außenlinie gegen Jan Wohltmann. RSV-Trainer Jan Fitschen schaut genau hin. Seine Mannschaft behält auch im Spiel die Oberhand über den SV BW Bornreihe.

Rotenburg - Von Rafael Kaluza. Als sich Rotenburgs Spieler nach 90 langen Minuten auf dem Platz im Kreis zusammenfanden, fiel die Anspannung allmählich ab. Sie tanzten, sprangen und sangen „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien...“ für ihren Trainer Jan Fitschen. Der hatte nämlich gestern seinen 33. Geburtstag. Und er wurde von seinen Mannen nicht nur mit einem Lied beschenkt. Zuvor hatte der RSV den SV BW Bornreihe, einer der Favoriten in der Fußball-Landesliga, mit 3:1 (1:0) verdient bezwungen.

„Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich mir heute vorstellen kann“, grinste Fitschen zufrieden. Auch wenn seine Mannschaft das Spiel wegen mangelhafter Chancenverwertung lange spannend gehalten hatte. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, meinte Fitschen.

Zunächst sah es allerdings nicht so aus, als ob der RSV am Ende als Sieger vom Platz gehen würde. Die Gäste kamen besser in die Partie, waren ballsicher und kontrollierten das Geschehen.

Doch wie aus dem Nichts gingen die Hausherren in Führung: Im ersten RSV-Angriff des Spiels schaltete sich Abwehrrecke Jannis Niestädt vorne mit ein, setzte sich stark auf links durch und brachte den Ball flach und scharf vor das Tor, wo Mathis Wulff nur noch einschieben musste (8.).

Das Tor diente als Wachmacher. Rotenburg wurde stärker, störte die Gegenspieler früh und aggressiv und schaltete bei Ballgewinnen blitzschnell um. Die Gäste hatten zwar weiterhin mehr Ballbesitz, doch wussten sie damit wenig anzufangen.

Ganz anders der RSV: Nach Pass von Mirko Peter ließ Yannik Malende seinen Gegenspieler stehen, traf bei seinem leicht abgefälschten Schuss aber nur die Unterlatte (16.). Vier Minuten später hatte Malende die nächste Riesenchance. Einen klasse Diagonalball von Tobias Kirschke verarbeitete der starke Patrick Peter und brachte den Ball von rechts in die Mitte, wo der Stürmer das Leder aus sieben Metern diesmal über das Tor setzte (20.).

Die Gäste brachten nach vorne wenig zustande. Nur wenn Jascha Stern am Ball war, wurde es mal gefährlich. Der Linksaußen stellte die Gastgeber mit seinen Dribblings und Tempoläufen immer wieder vor Probleme. Einzig seine Flanken fanden keinen Abnehmer.

Auf der Gegenseite hätten Patrick Peter mit einem Schuss ans Außennetz (37.) und Andreas Kiel, der knapp vorbei zielte (45.), die Führung erneut ausbauen können.

Das klappte dann direkt nach der Pause: Nach schöner Flanke aus dem Halbfeld von Ercan Baris traf Patrick Peter mit einer herrlichen Direktabnahme ins lange Eck (46.).

Elf Minuten später hätte Maximilian Schulwitz eigentlich die Partie entscheiden müssen. Aber nach starker Vorarbeit von Mirko Peter haute der Eingewechselte am Ball vorbei. Stattdessen erzielte Jascha Stern mit einem 20-Meter-Hammer unter die Latte den Anschlusstreffer (59.). „Wenn wir das 3:0 machen, ist das Ding durch. So sind wir noch mal ein bisschen nervös geworden“, ärgerte sich Mirko Peter, der im Mittelfeld ein gutes Spiel machte.

Aber die Gäste konnten die kurz aufflackernde Nervosität beim RSV nicht nutzen und kamen kaum einmal durch die bärenstarke Rotenburger Abwehr. Und so blieb es bis zum Schluss. Die Gastgeber tüteten das Geburtstagsgeschenk ihres Trainer aber erst in allerletzter Minute endgültig ein. Mirko Peter scheiterte zunächst am Gäste-Keeper Till Augsburg, legte im zweiten Versuch aber quer zum eingewechselten Patrick Klee, der zum 3:1-Endstand einschoss.

Kleines Ärgernis: In der Nachspielzeit sah Christoph Drewes noch die Gelb-Rote Karte wegen Foulspiels.

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