TuS Rotenburg feiert 25:22 gegen TV Scheeßel und begleicht offene Rechnung

Gaulkes Paraden lassen Grenz-Gieseke schwärmen

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Frankreich-Rückkehrerin Caroline Haase (am Ball) versucht, sich gegen Scheeßels Samira Kpekpassi, Mechthild Hettenhausen-May und Britta Warneke (v.l.) durchzusetzen. Am Ende hatte sie mit dem TuS Rotenburg mit 25:22 die Nase vorn. ·

Rotenburg - Von Mareike LudwigNach der Schlusssirene kam er aus dem Loben gar nicht mehr heraus. Immer wieder hob er die Leistung von Torhüterin Angelique Gaulke hervor. Doch nicht ihr eigener Trainer war es, der ins Schwärmen geriet, sondern Udo Grenz-Gieseke, Coach der Kreisoberliga-Handballerinnen des TV Scheeßel. Kein Wunder, schließlich war es die 20-Jährige, die dem TuS Rotenburg in der Pestalozzihalle den 25:22 (12:12)-Derbysieg festhielt.

„Rotenburg hat eine total geile Torhüterin. Wahnsinn, wie sie die Bälle von außen weggefischt hat. Eigentlich sind wir nämlich gerade auf dieser Position sehr stark besetzt. Sie war es, die uns letztlich den Schneid abgekauft hat“, gestand Grenz-Gieseke hinterher. Gerade für den Coach war es eine besondere Partie, saß er doch vor zwei Jahren noch auf der Rotenburger Bank. „Ich hatte schon ein bisschen Heimweh. Ich war schließlich seitdem nicht mehr als aktiver Trainer in dieser Halle“, so Grenz-Gieseke.

Aber auch den Spielerinnen war zu Beginn die Nervosität deutlich anzumerken. Auf beiden Seiten bestimmten einfache Ballverluste und Fangfehler den Spielaufbau. „Meine Mädels waren schon die ganze Woche aufgeregt. Ist doch klar, dass die Anspannung bei einem Lokalderby deutlich höher ist. Außerdem hatten wir durch die Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen“, erklärte Rotenburgs Coach Jens Miesner.

So setzte sich im ersten Durchgang keine Mannschaft entscheidend ab. Zwar zogen die Gastgeberinnen vor allem durch die Tore von Rechtsaußen Lisa Meinke auf drei Tore davon, doch wusste Scheeßel die passende Antwort, wodurch beim Stand von 12:12 die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause zeigte sich die Rotenburger Abwehr deutlich stabiler, sodass die Gäste nur noch schwer zum Torabschluss kamen. Und wenn dann doch mal eine Scheeßelerin zum Torwurf kam, war Angelique Gaulke stets auf dem Posten.

Das Miesner-Team zog durch vier Tore in Folge auf 20:16 davon und gab den Vorsprung fortan nicht mehr aus der Hand. Selbst in doppelter Überzahl schaffte es Scheeßels Saphina Hampfe nicht, Gaulke zu überwinden (52.). Zwar bekam Rotenburgs Kreisläuferin Jane Lüdemann vier Minuten später zum dritten Mal eine Zwei-Minuten-Strafe und sah damit Rot, doch behielten die Gastgeberinnen weiterhin die Nerven. „Da war es ganz wichtig, dass wir nicht nervös geworden sind“, so Miesner, der erstmals Caroline Haase wieder im Kader hatte. Die Rückraumspielerin war erst Dienstagnacht von ihrem sechsmonatigem Frankreich-Aufenthalt zurückgekehrt.

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