Visselhövede gestern Abend 3:2 / Früher Anpfiff, kurze Pause / Schlitzohr Wahlbrinck trifft wieder

Gashi schüttelt Stemmen ab

Duell der zentralen Mittelfeldakteure: Stemmens Jair Bentz (r.) sichert den Ball vor Visselhövedes Vahap Yildiz ab.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseVISSELHÖVEDE · Michael Menzel hatte es gestern Abend eilig. Erst pfiff der Unparteiische des MTV Jeddingen das Schlagerspiel der Fußball-Kreisliga zwischen dem VfL Visselhövede und dem TV Stemmen zehn Minuten früher an, dann verkürzte er auch noch die Halbzeitpause auf sieben Minuten. Aus gutem Grund, denn auf dem flutlichtlosen Platz der Heidestädter nahte die Dunkelheit. Deshalb gab es auch kein Meckern wegen Menzels Maßnahmen. Schon gar nicht von Seiten der Gastgeber, die schließlich mit 3:2 (2:2) siegten, damit weiter auf Meisterkurs liegen und Stemmen als Verfolger abschüttelten.

„Das Thema ist durch“, wusste Gäste-Trainer Heiko Schreiber, dass nach dem Ende der beeindruckenden Serie von sechs Siegen am Stück nun auch die kurzfristig aufkeimende Aufstiegshoffnung ad acta gelegt werden kann. Um die ersten beiden Plätze dürften nur noch der VfL Visselhövede und Tabellenführer MTSV Selsingen rangeln.

Der Sieg für die Gastgeber, die ohne ihren beruflich verhinderten Coach Bernd Santl auskommen mussten, ging in Ordnung – das gestanden auch die Stemmer ein. „Wir wussten, dass Stemmen nur über den Kampf zu schlagen ist“, betonte indes „Vissels“ Co-Trainer Ralf Müller. Das Forechecking seines Teams behagte der Schreiber-Elf denn auch ganz und gar nicht. „Die erste halbe Stunde hatten wir Schiss“, kommentierte Stemmens Coach. Claas Bargfrede hatte nach einer Ecke von Arben Haliti unbedrängt eingelocht (17.), Atdhe Haliti auf 2:0 erhöht, nachdem er den aus seinem Tor stürmenden Keeper Helge Witt vor dem Strafraum umkurvt hatte (28.).

Doch trotz eines Holperstarts kämpfte sich Stemmen ins Spiel zurück. Erst ließ Falk Vollmer den emsigen Steffen Brunckhorst aus halblinker Position verkürzen (34.), ehe Libero Valmir Wahlbrinck einmal mehr bewies, was für ein Schlitzohr er ist. Der routinierte Libero führte einen Freistoß schnell aus, während Michel Brückner noch seine Mauer postierte – 2:2 (44.). „In Anderlingen hat er es im Prinzip genauso gemacht“, erinnerte Co-Trainer Jaime Wink an die Partie zehn Tage zuvor.

War die Partie im ersten Durchgang zwar nicht hochklassig, dafür aber munter und intensiv, so flachte sie in der zweiten Hälfte ein wenig ab. „Wir hatten es aber relativ gut im Griff“, bemerkte Ralf Müller treffend. Gefahr strahlten die Gäste mit Ausnahme eine Freistoßes von Michael Ehrke (60.) nicht mehr aus. Anders die Gastgeber, die zwar immer wieder am bärenstarken und verletzt durchspielenden Wahlbrinck hängenblieben, aber durch Sefa Gashi noch zum Siegtor kamen. Nach einer Ecke von Arben Haliti hatte Witt das Luftduell mit Bargfrede verloren, sodass der Stürmer das Leder in die Maschen stocherte (80.). „Man merkt, dass Helge nicht richtig fit ist“, nahm Schreiber seinen Keeper in Schutz. Zumal der auch noch eine von drei dicken Chancen, die Atdhe Haliti kurz vor Schluss besaß (84./85./90.), entschärfte.

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