0:1 – SG Unterstedt stolpert überraschend gegen TSV Bülstedt/Vorwerk

„Ganz klar den Schneid abgekauft“

Durchgesetzt: Hier behauptet Unterstedts Leon Linke (l.) den Ball gegen Bülstedts Tjard Albrecht. Letztlich hatte er aber mit seinem Team das Nachsehen.
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Durchgesetzt: Hier behauptet Unterstedts Leon Linke (l.) den Ball gegen Bülstedts Tjard Albrecht. Letztlich hatte er aber mit seinem Team das Nachsehen.

Unterstedt – Fabian Knappik ahnte bereits nach einer halben Stunde Böses. „Das war bisher gar nichts von uns. Wir sind viel zu schläfrig und gar nicht präsent“, rief der Coach seinen Kreisliga-Fußballern der SG Unterstedt von der Außenlinie zu. Zwar steigerte sich sein Team im zweiten Durchgang, doch unterm Strich reichte die sehr durchwachsene Leistung nicht aus, um vor heimischen Publikum den bis dahin sieglosen TSV Bülstedt/Vorwerk zu bezwingen – mit 0:1 (0:1) kassierten die ambitionierten Unterstedter ihre erste Saisonniederlge und rutschten dadurch auf Platz drei ab.

Dass die Gastgeber nicht richtig wach waren, zeigte sich bereits nach acht Minuten. Die Bülstedter führten an der rechten Mittelfeldlinie schnell ihren Freistoß aus. Dennis Brückner schoss den Ball ungehindert auf den zweiten Pfosten, wo Luca Pot-D’or per Kopf zur Stelle war und zum 1:0 einnickte. Das frühe Tor spielte den Gästen in die Karten. Fortan standen sie hinten sicher und ließen keine nennenswerte Möglichkeit der Unterstedter zu. Erst nach 36 Minuten kam Kay Slominski zum ersten Torabschluss. „Wir haben hinten richtig gut gestanden und verschoben“, freute sich Bülstedts Trainer Florian Kahrs.

Im zweiten Durchgang kam von den Gästen in Richtung Tor nicht mehr viel. Dafür zeigten sie sich aber in den Zweikämpfen bissig. „Die zweite Halbzeit geht klar an Unterstedt. Wir wussten, dass sie mehr Spielanteile haben werden, es war ein harter Fight. Ich bin so froh über die drei Punkte“, sagte Kahrs. Alles andere als gut gelaunt war dagegen Knappik. „Bülstedt hat uns ganz klar den Schneid abgekauft. Die erste Halbzeit war zum Vergessen. Das war insgesamt viel zu wenig“, ärgerte sich der Coach. Sein Trainerkollege Patrick Werna sah es ähnlich: „Wir sind gar nicht in den Spielfluss reingekommen und hatten viel zu viele Ballverluste.“

Trotz des mäßigen Auftritts wurde es in der Schlussphase noch spannend. Die Unter-stedter hatten in dieser Zeit ihre stärkste Phase. Der eingewechselte Jonathan Orth, der zuvor schon 90 Minuten in der dritten Mannschaft gespielt und dort ein Doppelpack erzielt hatte, (78.), sowie Bastian Rose (90.) brachten den Ball jedoch nicht über die Linie. „Am Ende hatten wir auf jeden Fall das Glück des Tüchtigen“, wusste auch Kahrs.

Von Mareike Ludwig

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