Bauhof und „Sound Patrol“ bereiten Sportlerehrung vor

Galataugliche Pestalozzihalle

Die Veranstaltungstechniker Timm Peschel und Felix Gieschen (rechts) haben gut anderthalb Kilometer Kabel verlegt. Fotos: Oetjen
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Die Veranstaltungstechniker Timm Peschel und Felix Gieschen (rechts) haben gut anderthalb Kilometer Kabel verlegt. 

Rotenburg - Die Pestalozzihalle ist kaum wiederzuerkennen. Wo für gewöhnlich die Auswechselbänke der Sportteams stehen, ragt dieser Tage eine Bühne aus dem Boden. Wo eigentlich die Mannschaftsbusse parken, stehen aktuell ein Radlader und ein Unimog der Stadt Rotenburg. Wo sich normalerweise bunte Markierungen und Linien aneinanderreihen, liegt nun großflächig ein grauer Teppichboden aus – „1 300 Quadratmeter“, verrät Joachim Heinecke. Der Bauhofmitarbeiter hat die Sporthalle gestern gemeinsam mit seinen fünf Kollegen komplett auf den Kopf gestellt.

Schließlich muss sie für die Sportlerehrung der Stadt Rotenburg galatauglich sein. Denn: Wenn die Veranstaltung am morgigen Freitag um 19 Uhr beginnt (Einlass ab 18.30 Uhr), muss die schlichte Sporthalle als moderne Eventlocation dienen – für hunderte Zuschauer.

Damit das Publikum das Spektakel auf der Bühne auch vernünftig verfolgen kann, haben sich mit Timm Peschel und Felix Gieschen zwei Veranstaltungstechniker der „Sound Patrol“ um die richtige Technik gekümmert. „Knapp 200 Lampen und mindestens anderthalb Kilometer Kabel brauchen wir für die Show“, verrät Gieschen. Die „Sound Patrol“ sei seit einigen Jahren für die Veranstaltungstechnik verantwortlich. Doch dieses Jahr ist sie aufwendiger denn je.

Die Mitarbeiter des Bauhofs sind unter anderem für den Aufbau der Bühne verantwortlich.

Schließlich findet am Samstagabend die Abschiedsgala von Rolf Ludwig auch in der Halle statt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) verabschiedet sich nach 43 800 Arbeitsstunden als Sportfunktionär in den Ruhestand und will mit der Gala einen erinnerungswürdigen Ausstand geben – mit guter Musik, vielen bekannten Gesichtern und Showacts, die auf modernste Technik angewiesen sind. Deshalb startet der Bauhof mit dem Rückbau in diesem Jahr auch erst am Sonntag. So dienen Bühne und Co. gleich für zwei Veranstaltungen. „Eine gute Idee, das zu nutzen“, meint Reinhard Lüdemann. Er ist Abteilungsleiter im Haupt-, Schul-, Sport und Kulturamt der Stadt Rotenburg und organisiert das sportliche Highlight bereits seit 30 Jahren.

Fingerspitzengefühl gefragt: Jork Schiemann bringt mit dem Radlader Teile der Bühne in die Halle.

In dieser Zeit sei es erst einmal vorgekommen, dass die Pestalozzihalle gleich zwei Tage hintereinander als Eventlocation diente – „als die Band Maybebop hier ein Konzert gegeben hat“, erinnert sich Andreas Fitschen vom Bauhof. Ansonsten sei die Bühne immer am Samstag von der Stadt abgebaut worden. „Währenddessen standen uns die Basketballer oft schon auf den Füßen, weil sie endlich wieder trainieren wollten“, erzählt er lachend.

Ein Unimog U300 hat die verschiedenen Materialien für den Aufbau in die Pestalozzihalle gebracht.

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