Gewalttat an Amadou Diabate

TuS-Zeven-Stürmer erstochen: „Fußball verbindet“ – auch im Tod

Starker Fußballer, herzensguter Mensch: Amadou „Mo“ Diabate – hier im Duell mit Unterstedts Leon Linke – wird dem TuS Zeven in vielerlei Hinsichten fehlen. „Er war ein so positiver Mensch“, sagt Coach Robin Cordes.
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Starker Fußballer, herzensguter Mensch: Amadou „Mo“ Diabate – hier im Duell mit Unterstedts Leon Linke – wird dem TuS Zeven in vielerlei Hinsichten fehlen. „Er war ein so positiver Mensch“, sagt Coach Robin Cordes.
  • Lea Oetjen
    vonLea Oetjen
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Zeven – Der Schock sitzt noch immer tief – bei den Spielern, im Trainerteam und im ganzen Verein. Der TuS Zeven hat mit Stürmer Amadou „Mo“ Diabate einen beliebten und herzlichen Spieler verloren. Der 27-jährige Ivorer wurde vor gut drei Wochen in seiner Wohnung in Zeven erstochen.

Eine Mordkommission der Polizeiinspektion Rotenburg ermittelt. Noch ist aber nicht klar, wer diese grausame Tat begangen hat. Nun, einen Tag nach der Bestattung von Diabate im engsten Familienkreis, versucht Robin Cordes, Trainer des Fußball-Kreisligisten, seine Gefühle in Worte zu fassen. Zwar habe er sich vom ersten Schock inzwischen erholt, „aber so richtig glauben, kann ich es noch immer nicht“, offenbart er und fügt an: „Wir können uns das einfach nicht erklären.“

Schließlich sei „Mo“, wie Diabate von seinen Mitspielern genannt wurde, in Zeven absolut integriert gewesen, machte erfolgreich eine Berufsausbildung. „Er war ein so positiver Mensch, der immer und überall pure Lebensfreude versprüht hat. Wenn er durch Zeven gelaufen ist, hat er immer allen Menschen gegrüßt“, erzählt Cordes. Dem Coach ist bewusst, dass seine Mannschaft nicht nur einen starken Fußballer verloren hat, sondern vielmehr einen herzensguten Menschen.

Amadou „Mo“ Diabate: Spendenaufruf für die Beerdigung

Um Diabate eine muslimische Bestattung zu ermöglichen, hat der TuS Zeven gemeinsam mit der Freundin des 27-Jährigen auf Facebook eine Spendensammlung gestartet – an dieser beteiligte sich auch unter anderem der FC Ostereistedt/Rhade, ein Ex-Verein des Ivorers. „Wie es aussieht, konnten so alle Kosten gedeckt werden. Es war uns ein Anliegen, dass ,Mo‘ eine Beerdigung nach seinem Glauben bekommt“, betont Robin Cordes. Die Anteilnahme in der Region – vor allem in der Sportwelt – sei sehr groß gewesen. „Es hat einmal mehr gezeigt, dass Fußball mehr ist als ein Hobby. Fußball verbindet“, betont der Coach.

Daher sei es dem Verein und den Angehörigen auch ein Anliegen, eine größere Gedenkfeier für Freunde, Arbeitskollegen und Mitspieler zu organisieren – natürlich im Rahmen der Corona-Verordnung. „Jeder soll die Möglichkeit bekommen, sich vernünftig verabschieden zu können“, stellt Cordes klar. Der Bestatter sei dieser Tage bereits mit den zuständigen Behörden im Gespräch. Sofern feststeht, wann, wie und wo die Gedenkfeier stattfinden soll, werden diese Rahmenbedingungen auf Facebook veröffentlicht.

Der TuS Zeven möchte nun auf jeden Fall nach vorne schauen. So leitete Cordes Dienstagabend das erste Mannschaftstraining nach dem Tod von Diabate.

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