„Den Fußball am Leben halten“

Trainer Simon Kuschkewitz weiß um die Hürden, die der neu gegründete Veeser FC überwinden muss

Bei Simon Kuschkewitz (2.v.r.) und dem Veeser FC gab es an den ersten beiden Spieltagen lange Gesichter. Der Trainer weiß, wie viel Arbeit noch vor dem jungen Verein liegt. - Foto: Wuttke
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Bei Simon Kuschkewitz (2.v.r.) und dem Veeser FC gab es an den ersten beiden Spieltagen lange Gesichter. Der Trainer weiß, wie viel Arbeit noch vor dem jungen Verein liegt.

Ostervesede - Von Jan Claas Rosebrock. In diesem Sommer sind die Fußballabteilungen des TuS Ostervesede und des SV Blau-Weiß Westervesede unter neuer Flagge zusammengeführt worden. Trotz der größeren Kader holten die Vertretungen des Veeser FC in der 1. Kreisklasse Süd, 3. Kreisklasse Süd und 4. Kreisklasse Süd in insgesamt sieben Spielen bisher nur fünf Zähler. Weniger, als sich der neue Verein ausgerechnet hatte. Es gibt jedoch auch erste Anzeichen für den Erfolg des neuen Konzepts.

Die erste Mannschaft des Veeser FC fuhr am Sonntag mit dem 2:1 beim FC Rüspel/Weertzen ihren ersten Sieg ein. Zuvor hatte es gegen den Bartelsdorfer SV (1:5) und den MTV Jeddingen (0:5) für die Mannschaft von Trainer Simon Kuschkewitz zwei deutliche Niederlagen gesetzt. 

„Natürlich haben wir uns mehr erhofft. Aber man darf bei aller Anfangseuphorie keine Wunder erwarten. Wir sind noch in der Findungsphase und haben viel Fluktuation im Kader aller drei Mannschaften“, erläutert der Übungsleiter und will den jüngsten Erfolg auch deshalb nicht überbewerten. „Das war ein verdienter Sieg, aber unser Programm bleibt hart. Am Sonntag müssen wir zur SG Horstedt/Mulmshorn, danach empfangen wir den TuS Westerholz. Wir müssen uns weiterhin von Spiel zu Spiel beweisen“, meint er.

Bei aller Mahnung zur Vorsicht will Kuschkewitz, der vergangene Saison noch die Westerveseder trainierte, die Vorteile der Fusion nicht unter den Teppich kehren. „Wir sind in der Breite auf jeden Fall besser aufgestellt. Im vergangenen Jahr musste ich noch oft aushelfen. Ich erwarte nicht, das diese Saison nochmals tun zu müssen,“ verrät er und ergänzt: „Die Spieler haben die Fusion positiv aufgenommen. Der Erfolg des Vereins hängt maßgeblich von der Einstellung ab. Wenn alle mitziehen und die Mannschaften Konstanz bekommen, können wir wieder erfolgreich Fußball spielen.“

Nack sieht eine „gute Basis“ für den Veeser FC

Bastian Nack, der aus Westervesede stammt und im Sommer vom Kreisligisten TV Stemmen zurückkehrte, bestätigt das: „Fußballerisch müssen wir uns erst noch finden, aber menschlich hat das sofort gepasst. Bis vor ein paar Jahren konnte man sich wegen der Rivalität einen Zusammenschluss kaum vorstellen, aber aufgrund der äußeren Umstände waren alle Spieler von Anfang an offen dafür. Das ist eine gute Basis für die Weiterentwicklung des Veeser FC.“

Für die Beteiligten ist klar, dass es an der Neuausrichtung kein Vorbei gab. „Wir waren noch nicht existenzbedroht, aber es ging in die Richtung. Ostervesede hätte seine Mannschaft wohl innerhalb der nächsten Jahre abmelden können. Auch wir hatten Probleme, sonntags ausreichend Spieler für Erste und Zweite zusammenzubekommen. Es ging darum, den Fußball bei beiden Vereinen am Leben zu halten“, begründet Kuschkewitz die Zusammenlegung und fügt an: „Es ist ein sinnvoller Schritt.“

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