Interview mit dem Vorsitzenden

„Perspektivteam“ in Planung ‒ Uwe Schradick über Corona und die Aufgaben im Fußball-Kreis

Uwe Schradick spricht ins Mikro.
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Uwe Schradick will sich am Donnerstag erneut zum Kreisvorsitzenden wählen lassen.

Donnerstag ist Wahltag ‒ Kreisfußballtag in Elsdorf. Uwe Schradick kandidiert wieder für den Posten der Vorsitzenden. Vorher erzählt er, welche Aufgaben in Zukunft anstehen.

Rotenburg – Der Vorsitzende bleibt im Amt: Uwe Schradick wird drei weitere Jahre dem Fußball-Kreis Rotenburg vorstehen – davon ist auszugehen. Auf dem Kreisfußballtag stellt sich der 59-Jährige am Donnerstag in Elsdorf zur Wiederwahl – ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht.

Drei weitere Jahre als Vorsitzender im Fußball-Kreis. Was sind Ihre Gründe, das Amt weiter auszuüben?

Erstens haben wir ein gutes Team im Vorstand, zweitens ist es mir nicht gelungen, einen Nachfolger aufzutun – und außerdem bin ich aus meinem Motivationsloch wieder rausgekommen. Es wird aber die nächsten drei Jahre meine Aufgabe sein, eine Art Perspektivteam zusammenzutrommeln. Wir haben fünf, sechs jüngere Leute in den Ausschüssen, mit denen möchte ich mich regelmäßig treffen und schauen, ob sich da nicht einer herauskristallisiert.

Können die Vereine sonst Veränderungen erwarten?

Wir haben unser Personaltableau den Vereinen zur Verfügung gestellt. Oliver Stahs hört aus persönlichen Gründen als mein Stellvertreter auf. Die Stelle lassen wir unbesetzt, wenn da von den Vereinen nicht jemand kommt. Oder vielleicht will einer aus dem Perspektivteam reinschnuppern. Ansonsten scheidet Detlef Reich als Vorsitzender des Kreisjugendausschusses ja aus. Wir haben den Jugendausschuss mit dem Frauenausschuss unter der Regie von Regina Thurisch zusammengelegt.

Wie ist der Fußball-Kreis bisher durch die Corona-Pandemie gekommen?

Ich stecke nicht in allen Vereinen drin, aber wir haben gesehen, dass die Mannschaftsmeldungen diese Saison fast auf dem Niveau von vorher waren. Wir hatten wenig Einbrüche und Austritte.

Fußballspiele unter 2G-Bedingungen – im Amateurfußball realisierbar?

Darauf läuft alles hinaus. Ich glaube, das lässt sich auch umsetzen.

Haben Sie Angst vor dem erneuten Saisonabbruch?

Im Moment nicht. Wir haben schon einen Großteil an Spielen eingefahren und auch einen Puffer drin. Ich bin frohen Mutes, dass wir die Saison so zu Ende kriegen. Ich denke, es hat sich bewährt, dass wir den Modus mit Auf- und Abstiegsrunde haben – und dadurch weniger Spiele.

Fühlen Sie sich als Kreis vom Niedersächsischen Fußballverband denn gut beraten und betreut?

Ich bin der Meinung, dass sie es vom Verband in den letzten Wochen und Monaten sehr gut gemacht haben und immer aktuelle Infos an die Vereine verschickt haben. Ich habe nicht das Gefühl, dass uns irgendetwas fehlt. Und ich merke selbst, dass mich die Vereine verdammt wenig beim Thema Corona anrufen.

Was werden die wichtigsten Aufgaben in den nächsten Jahren für den Fußball-Kreis sein – neben der Gewinnung junger Leute für den Vorstand?

Das ist schon die wichtigste Aufgabe, den Vorstand peu à peu aufzufrischen, weil wir viele im Alter von 60 und älter haben. Eine der Aufgaben wird es sein: Wie können wir möglichst viel Spielbetrieb ermöglichen – ob nun Kleinfeld oder Neunerteams. Wir müssen eine Zielgruppe berücksichtigen, die noch nicht im Fokus ist, die noch S 40, S 50 oder S 60 spielen kann. Ich würde mir im Seniorenbereich wünschen, dass es gelingt, dass diese Möglichkeit von den Vereinen noch aktiver angeboten wird und sich Vereine zusammentun, denn es gibt überall noch welche, die Bock haben.

Sie sprechen aus Erfahrung ...

Bei uns in der S 60 der SG Concordia trudeln immer noch Leute ein. Und wir sind bei uns die erste Mannschaft, die eine Auswärtsfahrt mit Übernachtung plant. Wir spielen Gründonnerstag in Sulingen. Wir fahren erst zum Lloyd-Schuhwerk, dann in die Apotheke, um Bullenschluck zu kaufen, spielen gegen Sulingen und übernachten dort.

Noch einmal zurück in den Kreis Rotenburg. Wo drückt der Schuh? Bei den Schiedsrichtern, oder?

Das ist ein Dauerthema, da haben wir im Vergleich zu anderen Kreisen noch Glück, weil wir so einen jungen, dynamischen Ausschuss haben. Da müssen wir trotzdem weiter ran, das werden wir im Kreis aber nicht alleine lösen. Der Umgang mit Schiedsrichtern ist ein generelles Thema.

Und sonst?

Alles andere ist zu schaffen.

Zur Person: Uwe Schradick

Uwe Schradick (59) stammt aus Ober Ochtenhausen (Gemeinde Sandbostel), wohnt in Zeven und ist beruflich als Bankaufmann tätig. Seit 1999 gehört er dem Vorstand des NFV-Kreises Rotenburg an, zunächst als Schatzmeister, seit 2009 als Vorsitzender. Schradick spielt selbst noch in der S 60 der SG Concordia und gehört außerdem in einer Männer-Fitnessgruppe sowie einer Laufgruppe an.

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