Führung in Halbzeitwertung

Fußball: Kreis Rotenburg und SV Ippensen am fairsten in Niedersachsen

Patrick Behrens (l.) verteidigt gegen einen Gegenspieler.
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Patrick Behrens (l.) führt teamintern mit vier Gelben Karten – insgesamt hat Ippensen aber nur zehn kassiert.

In der Fairnesswertung des Niedersächsischen Fußballverbandes liegt zur „Halbzeit“ Rotenburg nicht nur im Kreisvergleich vorne, ein hiesiges Team führt die Gesamtwertung sogar an.

Rotenburg – Der Fußball-Kreis Rotenburg ist aktuell der fairste in ganz Niedersachsen! Damit nicht genug: Er stellt mit dem Bezirksligisten SV Ippensen sogar die sportlich untadeligste aller 994 Mannschaften von der Kreis- bis zur Bundesliga. Das ist das Zwischenergebnis, dass der Niedersächsische Fußballverband (NFV) jetzt zur „Halbzeit“ der Saison veröffentlicht hat. Die Elf von Trainer Holger Dzösch, derzeit Tabellenvierter, handelte sich in 17 Partien lediglich zehn Gelbe Karten ein – das ergibt einen Fairness-Quotienten von 0,59 und ist nicht zu toppen.

„Die Jungs sind von Haus aus nicht unfair und haben ganz einfach verinnerlicht, dass sie sich insbesondere verbal zurücknehmen müssen“, wird Coach Dzösch in der NFV-Pressemitteilung zitiert. Ein wenig aufpassen müssen die Mannen vom Kuhbach aber noch auf Patrick Behrens. Die 24-jährige Mittelfeld-Stammkraft hat mit vier Gelben Karten teamintern die meisten Verwarnungen kassiert. Dzösch gesteht aber auch: „Als Trainer kann man nur bedingt Einfluss auf die Einstellung nehmen. Das Einzige, das ich den Spielern immer wieder mit auf den Weg gebe: Ich hasse Grätschen.“

Zuletzt gewann der FC Ostereistedt/Rhade 2008

Sein Team ist übrigens eine Art Wiederholungstäter, war Ippensen in den vergangenen Jahren doch mehrfach weit vorne in dieser Region gelandet – viermal zwischen 2017 und 2020 auf Rang eins oder zwei. Nun soll der große Coup gelingen. Ippensen wäre seit Einführung des Wettbewerbs der zweite Verein aus dem Kreis Rotenburg nach dem FC Ostereistedt/Rhade, der 2008 gewann.

Im ersten Spiel nach der Winterpause tritt die Dzösch-Elf übrigens am 6. Februar beim TV Sottrum an – und der ist ebenfalls ziemlich weit vorne gelandet. Das Team von Coach Dariusz Sztorc belegt niedersachsenweit den 70. Rang mit 18 Gelben Karten und einer Gelb-Roten in 16 Spielen (Quotient 1,31). Im Kreis bedeutet das Platz vier. Besser sind da neben Ippensen nur Kreisligist FSV Hesedorf/Nartum (13 Gelbe in elf Spielen/1,18/Platz 40) und der Rotenburger SV aus der Oberliga mit 21 Gelben aus 17 Spielen (1,24/Platz 51). Ebenfalls im vorderen Drittel platzieren sich die Kreisligisten TV Stemmen als 106., TuS Bothel als 158. und SG Westerholz/Hetzwege als 299. der Gesamtwertung. Im Mittelfeld tummeln sich die beiden anderen Kreisliga-Vertreter aus dem Altkreis, die SG Unterstedt (443.) und der Rotenburger SV II (504.).

VfL Visselhövede ist Schlusslicht im Kreis

Bei Bezirksligist VfL Visselhövede ist in puncto Fairness noch viel Luft nach oben vorhanden. Mit 37 Gelben und gleich drei Roten Karten in 16 Spielen sind die Heidestädter niedersachsenweit nur auf Rang 870 und stellen kreisweit das Schlusslicht. Vom Tabellenletzten in Niedersachsen, dem SV Osloß aus der Gifhorner Kreisliga, ist „Vissel“ aber noch etwas entfernt. In nur sieben Spielen hatte das Team 26 Gelbe, zwei Gelb-Rote und zwei Rote Kartons gesehen.

Im Vergleich der 32 Kreise hat Rotenburg derzeit die Führung von Diepholz übernommen. Mit seinen 23 Teams kommt Rotenburg auf einen Wert von 2,02 und liegt vor Hildesheim und der Grafschaft Bentheim (beide 2,07).

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