Stemmens Douglas Grun über seine Heimat Brasilien, den Aufstieg und die WM

„Fühle mich hier sehr wohl“

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Stemmens Douglas Grun befindet sich derzeit in guter Form.

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigSTEMMEN · Wer sich mit ihm unterhält, merkt nicht, dass seine Heimat 11 000 Kilometer entfernt liegt. Zwar lebt Doug las Grun erst seit drei Jahren in Deutschland, doch die Sprache beherrscht der Brasilianer schon fast perfekt. Nicht nur beim Vokabeln lernen und Grammatik pauken ist der 21-Jährige fleißig, auch auf dem Fußballplatz gibt er Vollgas. Mit seinen elf Toren hat er einen großen Anteil daran, dass Kreisligist TV Stemmen auf Platz zwei geklettert ist. Über das Thema Aufstieg, seine eigene Leistung und die Fußball-Weltmeisterschaft spricht der aus Porto Alegre stammende Grun im Interview.

Wie kam es dazu, dass Sie als 18-Jähriger den Schritt nach Deutschland gewagt haben?

Douglas Grun:Meine Vorfahren haben vor 150 Jahren in Deutschland gelebt. Ich wollte die Sprache und das Land kennenlernen. Meine Tante ist bereits vor zwölf Jahren nach Stemmen ausgewandert und dadurch hat es mich damals dann auch hierher gezogen.

Haben Sie diese Entscheidung schon einmal bereut?

Grun:Nein, auf keinen Fall. Ich fühle mich hier sehr wohl. Natürlich ist es nicht immer so einfach, da meine Familie so weit weg ist und wir uns sehr selten sehen. Mit meinen Eltern und meinen beiden Geschwistern telefoniere ich regelmäßig.

Mit Jaime Wink und Jair Bentz haben Sie sogar zwei Landsmänner als Trainer. Inwiefern hilft Ihnen das?

Grun:Die beiden unterstützen mich sehr. Sie sind quasi meine Ersatzfamilie. Jair kam am ersten Tag meiner Ankunft sofort zu mir und wollte mir einen deutschen Spielerpass beantragen, damit ich in Stemmen Fußball spielen kann. Das hat mir den Anfang sehr erleichtert.

Mittlerweile zählen Sie im Team sogar zu den Leistungsträgern und haben bislang schon elf Tore erzielt. Bei Ihnen läuft es momentan ganz gut, oder?

Grun:Das stimmt, ich habe mich gut entwickelt. Ich bin im Verlauf der Zeit immer erfahrener und besser geworden. Zudem geben mir meine Mitspieler gute Tipps. Ich würde sagen, dass die Saison meine beste ist.

Diese könnten Sie mit dem Gewinn der Meisterschaft perfekt machen. Stemmen ist schließlich punktgleich mit Spitzenreiter TSV Gnarrenburg.

Grun:Ich will unbedingt aufsteigen. Es bleibt aber bis zum Schluss spannend.

Morgen geht es zum Vorletzten TuS Fintel. Klingt nach drei sicheren Punkten

Grun:Im Derby ist alles möglich. Das wird keine leichte Aufgabe. Wir müssen alles geben, dann bin ich guter Dinge, dass wir gewinnen.

Die Gegner fürchten sich oft vor Ihren Freistößen. Legen Sie dafür Extraschichten ein?

Grun:Die Fähigkeit habe ich von meinem Vater geerbt. In der Jugend habe ich in Brasilien immer extra Freistöße trainiert. Mittlerweile habe ich ein gutes Gefühl dafür.

Im Sommer findet in Ihrer Heimat die WM statt. Werden Sie hinfliegen?

Grun:Leider nicht. Ich werde aber alle Spiele im Fernsehen verfolgen.

Und wer holt den Pokal?

Grun:Brasilien natürlich.

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